Thomas Brezina über Lilo, soziale Medien und die "heile Kinderwelt" im ServusTV-Gespräch

Klaus-Michael Jopich
Klaus-Michael Jopich
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Ein Plakat mit dem Bild eines traurigen Kindes und der Aufschrift "Täglich rettet Blutspenden Leben" in fetter schwarzer Schrift.Klaus-Michael Jopich

Thomas Brezina über Lilo, soziale Medien und die "heile Kinderwelt" im ServusTV-Gespräch

Autor Thomas Brezina sprach kürzlich in einem Interview mit Monika Gruber über sein Werk und seine Sicht auf die Kindheit. Die Unterhaltung wurde auf ServusTV Programm ausgestrahlt und behandelte unter anderem die Rolle sozialer Medien.

Brezina verriet, dass Verlage ihn einst davor warnten, Lilo zur Anführerin der Knickerbocker-Bande zu machen – mit der Prophezeiung, dass dies scheitern werde. Doch wie er erzählte, hätten ihm später viele Frauen gesagt, dass ihnen die Figur geholfen habe, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Diese Offenbarung fiel im Rahmen einer Diskussion über Geschlechterrollen und positive Vorbildfunktionen in der Kinderliteratur.

Thema war auch Brezinas Umgang mit sozialen Medien. Er argumentierte, dass Plattformen wie Instagram nicht zwangsläufig negativ sein müssten, und verwies auf seine eigenen lebensbejahenden Beiträge. Gruber, bekannt für ihre unmissverständlichen Aussagen – etwa ihre Bezeichnung von Grünen-Wählern als "die dümmsten Kälber" –, hinterfragte ihn, wie er Optimismus und Realismus in Einklang bringe.

Beide waren sich einig, dass Kinder nicht mit Schlagworten wie "Klimakatastrophe" überfordert werden sollten. Brezina betonte, wie wichtig es sei, eine "heile Kinderwelt" zu bewahren – frei von übermäßiger Angst. Das Gespräch spiegelte ihre gemeinsame Überzeugung wider, junge Menschen vor unnötigem Stress zu schützen.

Gruber, die bereits Kondensstreifen über München infrage stellte, lädt sonst meist Gäste ein, die Kontroversen meiden. Diesmal jedoch stand Brezinas Einfluss auf ganze Lesergenerationen im Mittelpunkt – passend zum Internationalen Frauentag.

Die Diskussion unterstrich Brezinas anhaltende Wirkung auf junge Leser:innen, besonders durch Figuren wie Lilo. Seine Positionen zu sozialen Medien und kindlicher Zuversicht stachen dabei hervor. Das Interview bot eine seltene Mischung aus kultureller Reflexion und persönlichen Einblicken – und traf beim Publikum von ServusTV Programm auf Resonanz.

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