Trumps Friedensrat debattiert Gaza-Wiederaufbau – während Hanau der Opfer gedenkt
Klaus-Michael JopichTrumps Friedensrat debattiert Gaza-Wiederaufbau – während Hanau der Opfer gedenkt
Ein Wintersturm hat den morgendlichen Berufsverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv behindert. Schnee und glatte Straßen sorgen für Verzögerungen bei Pendlern. Unterdessen traf sich in Washington der neu gegründete Friedensrat von Donald Trump erstmals, um den Wiederaufbau des Gazastreifens und die nächste Phase eines Waffenstillstandsabkommens zu beraten. Der Rat, der 2026 ins Leben gerufen wurde, markiert einen Wandel von Trumps früherer Abhängigkeit von persönlichen Beratern hin zu einem breiter aufgestellten – wenn auch umstrittenen – internationalen Gremium.
Der Trump-Friedensrat kam zu seiner ersten Sitzung zusammen, mit Fokus auf die Erholung Gazas und die Vorantreibung eines Waffenstillstandsplans. Die Organisation, die im Februar 2026 in Davos gegründet wurde, unterscheidet sich von früheren Beratergremien dadurch, dass sie rund 60 eingeladene Nationen umfasst – 35 von ihnen unterzeichneten zunächst ihre Charta. Im Gegensatz zu klassischen diplomatischen Institutionen untersteht der Rat der direkten Kontrolle Trumps, der ihn lebenslang leitet. Die Mitglieder des Vorstands wurden von ihm persönlich ausgewählt, und die Mitgliedschaft ist an finanzielle Beiträge geknüpft: Eine Milliarde Dollar jährlich für einen Dauerplatz oder eine dreijährige Mitgliedschaft für Staaten ohne Zahlungen.
In Deutschland jährt sich heute zum sechsten Mal der rechtsextreme Anschlag in Hanau, bei dem ein Attentäter neun Menschen ermordete. Im Rhein-Main-Gebiet finden Gedenkveranstaltungen statt, um der Opfer zu gedenken.
In den USA sagte unterdessen Meta-Chef Mark Zuckerberg vor Gericht über die Suchtgefahren sozialer Medien aus. Im Mittelpunkt des Prozesses steht eine Klägerin, die behauptet, in ihrer Jugend eine schwere Abhängigkeit entwickelt zu haben, die zu Depressionen und Suizidgedanken führte. Zuckerberg räumte ein, dass Kinder unter 13 Jahren manchmal Altersbeschränkungen auf Plattformen wie Instagram umgehen.
Gleichzeitig fordern Nordrhein-Westfalens Spitzenpolitiker – CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst und der SPD-Vorsitzende Jochen Ott – schärfere Altersgrenzen für soziale Medien. Ihr Vorschlag sieht ein Verbot für unter 14-Jährige und eingeschränkten Zugang für ältere Jugendliche vor.
Ein deutsches Gericht eröffnete zudem einen Prozess gegen die Supermarktkette Lidl. Der Vorwurf: Ein Werbeslogan habe Kunden in die Irre geführt und gegen Wettbewerbsregeln verstoßen.
Die Sitzung des Friedensrats deutet auf einen neuen Ansatz in der Nahost-Diplomatie hin, doch seine Struktur wirft Fragen nach Transparenz und Verantwortlichkeit auf. In Deutschland mahnen die heutigen Hanau-Gedenkfeiern, dass der Kampf gegen Extremismus weiterhin aktuell bleibt. Gleichzeitig zeigen die juristischen Auseinandersetzungen um die Auswirkungen sozialer Medien auf Jugendliche und die Marketingpraktiken von Lidl eine zunehmende Prüfung unternehmerischer Verantwortung. Das Winterwetter sorgt unterdessen in Nordrhein-Westfalen weiterhin für gefährliche Straßenverhältnisse – die Behörden raten zur Vorsicht.






