22 January 2026, 08:56

Trumps Nobelpreis-Protest macht alten Cantz-Witz zur bitteren Realität

Ein Plakat mit einem ernsten Mann mit Schnurrbart, Brille und Anzug, mit der Aufschrift "Der Mann, der die ganze Welt zum Lachen gebracht hat" oben.

Guido Cantz: Trump lässt Satiriker alt aussehen - Trumps Nobelpreis-Protest macht alten Cantz-Witz zur bitteren Realität

Ein Witz des deutschen Komikers Guido Cantz über Donald Trump und den Friedensnobelpreis ist auf unerwartete Weise Wirklichkeit geworden. Vor Jahren scherzte Cantz, der ehemalige US-Präsident könnte sich den Preis 'notfalls mit Gewalt' sichern – nun hat Trump offiziell protestiert, weil er ihn nie erhalten hat.

In einem kürzlich verfassten Schreiben wandte sich Trump an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und äußerte seine Verärgerung darüber, nie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden zu sein. Er beanspruchte die Verdienste für die Beendigung von acht Konflikten für sich, von denen einige bis heute ungelöst sind. Das Norwegische Nobelkomitee erwähnte Trump jedoch nicht einmal als Kandidaten, als es den Preis 2022 vergab.

Cantz hatte einst gewitzelt, Trump würde sich den Nobelpreis 'notfalls mit Gewalt' nehmen'. Doch der Komiker gibt zu, dass Witze über Trump kaum Beständigkeit haben. Seine häufigen Aussagen und Handlungen machen Satire oft schon nach wenigen Tagen überholt. Der Brief an Støre ist ein weiterer ungewöhnlicher Moment in Trumps Zeit nach der Präsidentschaft. Zwar hat das Nobelkomitee ihn nie offiziell als Nominierten anerkannt, doch sein Beharren auf Anerkennung sorgt weiterhin für Diskussionen.

Trumps Schreiben unterstreicht seinen anhaltenden Fokus auf sein Vermächtnis und öffentliche Würdigung. Cantz’ alter Witz spiegelt nun die Realität wider – ein Beispiel dafür, wie schnell Satire und politisches Handeln verschmelzen können. Der Vorfall reiht sich ein in die lange Liste unkonventioneller Aktionen Trumps seit seinem Amtsende.