Uli Hoeneß provoziert mit veganfeindlichen Aussagen – trotz eigener Herzprobleme
Egbert PeukertUli Hoeneß provoziert mit veganfeindlichen Aussagen – trotz eigener Herzprobleme
Ehemaliger Bayern-Präsident Uli Hoeneß löst mit veganfeindlichen Äußerungen Kontroverse aus
Der frühere Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat mit scharfer Kritik an veganer Ernährung in einem aktuellen Podcast für Aufsehen gesorgt. Bemerkenswert ist dies vor allem vor dem Hintergrund seiner eigenen Herzprobleme – genau jene Beschwerden, die Studien mit übermäßigem Fleisch- und Milchkonsum in Verbindung bringen. Die Aussagen zogen prompt eine Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA nach sich.
In einem Interview beim bayerischen Radiosender Antenne Bayern behauptete Hoeneß, vegane Ernährung führe langfristig zu gesundheitlichen Schäden. Zudem bezeichnete er Veganer:innen als übermäßig aggressiv in der Vermarktung ihres Lebensstils. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu wachsender wissenschaftlicher Evidenz, die pflanzliche Ernährung mit einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes in Verbindung bringt – beides Erkrankungen, unter denen Hoeneß selbst leidet.
Die Familienfirma Hoeneß', HoWe Wurstwaren, produziert traditionelle Fleischwaren und wird mittlerweile von seinen Kindern, Sabine und Florian Hoeneß, geführt. Währenddessen setzten Konkurrenten wie die Rügenwalder Mühle bereits 2014 auf pflanzliche Alternativen und profitieren seither vom boomenden Markt für fleischlose Produkte.
Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen lud PETA ihn ein, am hauseigenen Programm Veganstart teilzunehmen. Die Organisation verwies auf die Vorteile pflanzlicher Ernährung für Gesundheit, Tierschutz und Umwelt. Die Nachfrage nach fleischfreien Optionen steigt kontinuierlich, immer mehr Menschen entscheiden sich für eine ausgewogene vegane Lebensweise.
Hoeneß' Kritik an Veganismus kommt zu einer Zeit, in der pflanzliche Ernährung zunehmend an Akzeptanz gewinnt. Seine eigenen gesundheitlichen Probleme decken sich mit den Risiken, die medizinische Studien mit fleischlastiger Ernährung verbinden. PETAs Angebot steht weiterhin, während der Markt für Fleischersatzprodukte weiter wächst.






