Ulla Hornemann erhält Bundesverdienstkreuz für jahrzehntelanges Engagement in Wesel
Hans-Gerd JunkUlla Hornemann erhält Bundesverdienstkreuz für jahrzehntelanges Engagement in Wesel
Ulla Hornemann wird für jahrzehntelanges Engagement in ihrer Heimatstadt gewürdigt. Die langjährige SPD-Mitglied und Weseler Stadträtin erhielt am 13. März 2026 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Wirken erstreckt sich über lokale Politik, Sport, Kultur und interreligiösen Dialog und hat in Wesel bleibende Spuren hinterlassen.
Hornemanns Verbindung zu Wesel begann früh: 1965 trat sie dem Badminton Club Wesel Rot-Weiß e.V. bei. Im Laufe der Jahre übernahm sie im Verein verschiedene Aufgaben, organisierte große Turniere mit und verband dies mit ihrer aufstrebenden politischen Karriere.
Ihr politischer Weg begann vor 49 Jahren mit dem Eintritt in die SPD. Seit 1983 sitzt sie ununterbrochen im Weseler Stadtrat und wirkt in verschiedenen Ausschüssen mit. Aktuell leitet sie den Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Sicherheit und Verkehr. Darüber hinaus war sie von 2005 bis 2008 ehrenamtliche Richterin am Landgericht Duisburg.
Als überzeugte Verfechterin von Toleranz und Bildung wurde Hornemann 2017 Schatzmeisterin des Jüdisch-Christlichen Freundeskreises Wesel. Unter ihrer Mitwirkung führte die Gruppe Schulworkshops zur jüdisch-christlichen Geschichte ein sowie Fortbildungen für Lehrkräfte. Sie unterstützte die Gründung der Weseler Dialoge, einer Jugendplattform für Austausch, und setzte sich für die Eröffnung eines städtischen Erinnerungsorts mit pädagogischen Ausstellungen 2023 ein. Für ihr Engagement erhielt sie 2022 die Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen zum Jubiläum.
Kulturelles Engagement prägt ihr Schaffen ebenso: Seit 1996 steht sie dem Närrischen Parlament Wesel vor und gestaltet die größten Karnevalsfeiern der Stadt – stets mit dem Ziel, lokale Bräuche zu pflegen.
Das Verdienstkreuz am Bande ehrt Hornemanns vielseitige Verdienste um das gemeindliche Leben in Wesel. Ob in der Politik, der Sportverwaltung, der Rechtspflege oder im interreligiösen Dialog – ihr Lebenswerk steht für gelebten Gemeinschaftssinn. Die Auszeichnung würdigt nicht nur ihre bisherigen Leistungen, sondern auch ihre anhaltende Prägung der Region.






