04 April 2026, 22:20

Vater und Sohn retten Energie – mit einer Dusche gegen Verschwendung

Badezimmer mit einer Duschkabine, Toilette und gefliesten Wänden, mit Deckenleuchten und einer Tür auf der rechten Seite.

Vater und Sohn retten Energie – mit einer Dusche gegen Verschwendung

Mit 60 Jahren verließ Steffen Nittbaur nach einer 25-jährigen Karriere bei Mercedes-Benz seinen Arbeitsplatz, um ein unerwartetes Problem anzugehen: Energieverschwendung unter der Dusche. Gemeinsam mit seinem 24-jährigen Sohn Valentin gründete er die Unocconi GmbH, ein Start-up, das sich auf die Rückgewinnung von Wärme aus Duschwasser spezialisiert hat. Ihr Ziel ist es, eine wenig bekannte, aber hoch effiziente Energiesparmethode in deutsche Haushalte zu bringen.

Steffen Nittbaur arbeitete jahrzehntelang als Industrieingenieur bei Mercedes-Benz in verschiedenen Positionen, bevor er sich beruflich neu orientierte. Nach einem berufsbegleitenden Masterstudium in Umweltwissenschaften widmete er sich einer einfachen, aber oft übersehenen Lösung: die Wärme aus Abwasser zu nutzen, das beim Duschen abfließt. Diese Methode, bekannt als dezentrale Wärmerückgewinnung, wird bereits in mehreren europäischen Ländern eingesetzt, ist in Deutschland jedoch aufgrund regulatorischer Hürden noch selten.

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Sein Sohn Valentin stieg nach einem dualen Studium der Betriebswirtschaftslehre in das Projekt ein. Gemeinsam gründeten sie Unocconi in Filderstadt, um die Technologie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Angesichts steigender Energiekosten gewinnt die Idee an Attraktivität, da die Wärmerückgewinnung aus Duschen den Haushaltsenergieverbrauch deutlich senken kann.

Nittbaur ist überzeugt, dass solche kleinen Innovationen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen spielen. Zwar ist die Technologie erprobt, doch ihre Verbreitung in Deutschland kommt nur langsam voran. Unocconi arbeitet nun daran, diese Hindernisse zu überwinden und eine Lösung zu fördern, mit der Haushalte mit minimalem Aufwand Energie sparen können.

Das System von Unocconi zielt auf eine der effizientesten Methoden ab, um in Gebäuden Energie einzusparen: die Nutzung von Wärme, die sonst ungenutzt verloren ginge. Angesichts steigender Energiepreise und wachsender Klimasorgen könnte der Ansatz des Start-ups eine praktikable Lösung bieten. Der nächste Schritt wird sein, die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland zu meistern, um die Technologie flächendeckend einzuführen.

Quelle