03 February 2026, 23:14

Ver.di ruft zu Warnstreiks bei der AWO in NRW auf – Kitas und Pflege betroffen

Ein Plakat mit schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund zeigt die Aufschrift "Kindermusik ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir der Industrie die Nation ausliefern". Es zeigt eine Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und ethnischer Herkunft, die solidarisch zusammenstehen.

Erste Warnstreiks in Awo-Kindergärten - Ver.di ruft zu Warnstreiks bei der AWO in NRW auf – Kitas und Pflege betroffen

Die Gewerkschaft ver.di hat zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des laufenden Tarifkonflikts mit den Arbeitgebern der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aufgerufen. Die Aktionen beginnen am Mittwoch, dem 4. Februar, mit weiteren Streiks am Donnerstag, dem 5. Februar. Die Arbeitgeber haben die Forderungen der Gewerkschaft als unrealistisch und überzogen zurückgewiesen.

Am Mittwoch, dem 4. Februar, werden Warnstreiks die AWO-Kitas in Essen, im Rhein-Erft-Kreis, in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und in Köln treffen. In einigen Einrichtungen könnten Gruppen zusammengelegt, eine Notbetreuung angeboten oder vorübergehend geschlossen werden. Auch Pflegekräfte in Kölner Seniorenheimen sind zum Streik aufgerufen, wobei die Versorgung der Bewohner jedoch sichergestellt bleibt.

Für Mittwoch sind zudem Kundgebungen in Essen, Aachen und Köln geplant, die mit den Streiks der Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Rahmen des Tarifstreits für den öffentlichen Dienst zusammenfallen. Am Folgetag dehnen sich die Arbeitsniederlegungen auf Ostwestfalen-Lippe aus und betreffen verschiedene AWO-Dienstleistungen. Auch in Herford ist für Donnerstag eine Demonstration vorgesehen.

Ver.di fordert eine monatliche Bruttoerhöhung von 500 Euro für alle AWO-Beschäftigten sowie zusätzlich 300 Euro für Auszubildende. Weitere Forderungen umfassen drei zusätzliche freie Tage pro Jahr für Gewerkschaftsmitglieder und bessere Arbeitsbedingungen für Auszubildende. Die Arbeitgeber bezeichnen diese Vorschläge als "PR-Gag" und finanziell nicht umsetzbar.

Die Streiks werden die Kinderbetreuung und Pflegeleistungen in mehreren Regionen beeinträchtigen. Während die AWO-Arbeitgeber die Forderungen von ver.di als undurchführbar zurückweisen, besteht die Gewerkschaft auf fairere Löhne und Arbeitsbedingungen. Weitere Verhandlungen sind geplant, eine Einigung steht jedoch noch aus.