Verallia schließt Berliner Glaswerk – 300 Jobs bis 2026 bedroht
Klaus-Michael JopichVerallia schließt Berliner Glaswerk – 300 Jobs bis 2026 bedroht
Verallia kündigt Schließung des Glaswerks in Berlin bis Februar 2026 an
Der Konzern Verallia wird sein Glaswerk in Berlin bis Februar 2026 schließen. Durch die Stilllegung gehen rund 300 direkte Arbeitsplätze verloren – ein schwerer Rückschlag für den Industriestandort der Stadt. Lokale Verantwortliche haben bereits Gespräche aufgenommen, um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen.
Die Entscheidung zur Werksschließung war bereits Anfang dieses Jahres gefallen. Aktuell arbeiten etwa 310 Mitarbeiter auf dem Gelände, doch die endgültige Zahl der Entlassungen dürfte etwas niedriger ausfallen. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Schritt als "harten Schlag" für die Berliner Wirtschaft, insbesondere für den Produktionssektor.
Als Reaktion darauf hat die Stadt zugesagt, eng mit Verallia, dem Betriebsrat und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) zusammenzuarbeiten. Im Mittelpunkt stehen Hilfsangebote für die freigesetzten Beschäftigten sowie die Prüfung möglicher Nachnutzungen des Standorts. Zwischen Stadtverwaltung, Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern laufen bereits Abstimmungen, um ein Unterstützungskonzept zu erarbeiten.
Während die direkten Arbeitsplatzverluste absehbar sind, bleibt unklar, wie sich die Schließung auf lokale Zulieferer oder verwandte Branchen auswirken wird. Die Stadt hat noch keine Angaben zu indirekten Jobverlusten oder Vergleichen mit ähnlichen Werksstilllegungen der letzten Jahre gemacht.
Das Berliner Glaswerk soll in den kommenden zwei Jahren geschlossen werden, wodurch fast 300 Stellen wegfallen. Nun arbeiten Stadt und Unternehmen gemeinsam daran, die Folgen für die Belegschaft und die Region abzufedern. Zu den nächsten Schritten gehören die Finalisierung von Hilfsmaßnahmen und die Prüfung von Optionen für das brachliegende Gelände.






