Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – mit klarem Fokus auf Gleichstellung
Egbert PeukertVerena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – mit klarem Fokus auf Gleichstellung
Verena Schäffer ist am Mittwochmorgen als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen aus Witten folgt auf Josefine Paul, die zu Beginn dieser Woche nach Kritik an Kommunikationspannen in ihrem Amt zurückgetreten war.
Schäffer ist seit ihrem 18. Lebensjahr Mitglied der Grünen und zog bereits mit 24 Jahren in den Landtag ein. Seit 2020 führt sie die Fraktion ihrer Partei und hat sich durch politische Erfahrung und Führungsstärke einen Namen gemacht.
Ihre Ernennung folgt auf den überraschenden Rücktritt Josefine Pauls am Dienstag. Paul, die ihr Amt im Juni 2022 angetreten hatte, stand wegen ihrer Rolle bei der Aufklärung des Terroranschlags von Solingen unter Druck. Ministerpräsident Hendrik Wüst lobte Schäffer für ihre entscheidende Rolle im Erfolg der Koalition und ihren ausgeprägten moralischen Kompass.
Schäffer setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Antidiskriminierungspolitik und Frauenrechte ein. Als Mutter zweier Kinder betont sie immer wieder die Notwendigkeit, Familienleben und politische Karriere in Einklang zu bringen. Einer ihrer bemerkenswerten Erfolge war die Durchsetzung eines "Kinderzimmers" im Landtag, um Abgeordneten mit kleinen Kindern die Arbeit zu erleichtern.
Mit ihrer Vereidigung übernimmt Schäffer ein breites Aufgabenspektrum, das von Kinderwohl und Gleichstellung bis zur Integration von Geflüchteten reicht. Ihr Hintergrund in der Interessenvertretung und Führung wird voraussichtlich ihre Arbeit in der neuen Position prägen. Die Landesregierung zeigt sich zuversichtlich, dass sie die anstehenden Herausforderungen meistern wird.