Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs mit Kundengeldern verurteilt
Hans-Gerd JunkAufschiebende Strafe für Vermögensverwalter wegen hochspekulativer Investments - Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs mit Kundengeldern verurteilt
Ein Vermögensverwalter ist wegen Betrugs verurteilt worden, nachdem er über zwei Millionen Euro an Kundengeldern durch hochriskante Investitionen verloren hatte. Der vor dem Amtsgericht Münster verhandelte Fall endete am Freitag mit einem Urteil, nachdem der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hatte.
Der Verwalter räumte ein, Gelder seiner Kunden genutzt zu haben, um eigene Handelsverluste auszugleichen. Investitionen aus dem Jahr 2021 führten zum vollständigen Verlust der Mittel. Die Staatsanwaltschaft Nordrhein-Westfalen erhob gegen den Beschuldigten 39 Betrugsvorwürfe.
Die Anklage hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten beantragt. Das Gericht verlängerte diese jedoch über den Antrag hinaus. Zum Zeitpunkt des Urteils waren bereits zwei Monate der Strafe verbüßt worden.
Die endgültige Bewährungsfrist fiel länger aus als von der Staatsanwaltschaft ursprünglich gefordert. Der Fall unterstreicht die finanziellen und rechtlichen Folgen des Missbrauchs von Kundengeldern. Bis zur Urteilsverkündung waren alle betroffenen Gelder als verloren bestätigt worden.






