Verstappen plant Nürburgring-Debüt – während Mercedes in der Formel 1 noch Reserven verbirgt
Hans-Gerd JunkVerstappen plant Nürburgring-Debüt – während Mercedes in der Formel 1 noch Reserven verbirgt
Die zweite Runde der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) wurde verschoben, um eine Terminüberschneidung mit dem Großen Preis von Japan zu vermeiden. Unterdessen gab der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya Einblicke in den neuesten Formel-1-Boliden und deutete an, dass das Team während der Tests nicht sein volles Potenzial zeigte. Zudem wächst Max Verstappen Interesse am Langstreckenrennsport – der Niederländer plant, künftig die legendäre Nordschleife des Nürburgrings in Angriff zu nehmen.
Die Veranstalter der NLS haben den Termin des zweiten Laufs um eine Woche vorverlegt. Dadurch wird sichergestellt, dass es keine Kollision mit dem japanischen Grand Prix gibt, sodass Fahrer und Teams an beiden Events ohne Konflikte teilnehmen können.
Juan Pablo Montoya äußerte sich kürzlich zum Mercedes W17, dem aktuellen Formel-1-Wagen des Teams. Sein Urteil: Während der Vorsaison-Tests in Barcelona sei das Auto drei bis vier Sekunden langsamer gefahren, als es eigentlich möglich wäre. Montoyas Aussagen lassen vermuten, dass Mercedes noch ungenutzte Leistungsreserven hat, die im Laufe der Saison zum Vorschein kommen könnten.
In anderen Motorsport-Nachrichten zeigte sich der Renninstruktor von Max Verstappen zuversichtlich, dass der dreifache Weltmeister an den Nürburgring zurückkehren wird. Bisher hat Verstappen auf der anspruchsvollen Nordschleife noch keine offiziellen Runden gedreht. Allerdings testete er im Januar 2026 erstmals einen V8-Supercar, was Spekulationen über seine Zukunft im Langstreckensport befeuerte.
Verstappen selbst sprach offen über seinen Wunsch, beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring anzutreten. Zudem zieht er einen Start bei den Bathurst 1000 in Betracht, Australiens prestigeträchtigstem Langstreckenrennen. Ein realistischer Einsatz in Bathurst könnte bereits 2027 erfolgen – vorausgesetzt, die Rennkalender passen zusammen.
Die Terminänderung der NLS beseitigt einen zentralen Konflikt für Teams, die in beiden Serien antreten. Montoyas Einschätzung zum W17 legt nahe, dass Mercedes noch Leistungssteigerungen in petto hat. Für Verstappen würde ein mögliches Debüt am Nürburgring oder in Bathurst einen bedeutenden Schritt in den Langstreckensport bedeuten – und seine Karriere über die Formel 1 hinaus erweitern.