14 April 2026, 16:21

Vom Flüchtling zum Golfplatz-Mitarbeiter: Habtes neuer Anfang in Schildgen

Gruppe von Menschen, die eine Fahne mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern halten, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnenmasten.

Vom Flüchtling zum Golfplatz-Mitarbeiter: Habtes neuer Anfang in Schildgen

Eine Ausstellung in Köln erzählt die Geschichten von Geflüchteten, die sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben. Zu ihnen gehört Habte Abrahle, der aus Eritrea floh und heute auf einem Golfplatz bei Bergisch Gladbach arbeitet. Seine Reise – von der Überquerung der Sahara bis zur Ansiedlung in Schildgen – wird Ende dieses Monats Thema einer öffentlichen Diskussion sein.

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Habte Abrahle verließ Eritrea 2014, um dem Zwangswehrdienst und der Perspektivlosigkeit zu entkommen. Seine Route führte ihn in einem überfüllten Lastwagen durch die Sahara, wo extreme Hitze, Nahrungsmangel und Wasserknappheit um ihn herum Menschen das Leben kosteten. Nach monatelanger Strapaze erreichte er 2015 Deutschland.

Anfangs lebte er in einem Zelt, später in einem Frachtcontainer. Unterstützung erhielt er von der lokalen Initiative Willkommen in Schildgen, die ihm half, ein Zimmer zu finden und Deutsch zu lernen. Er erwarb das B1-Sprachzertifikat, doch weitere Fortschritte blieben aufgrund von Arbeit und familiären Verpflichtungen aus.

Rassismus war eine weitere frühe Herausforderung, doch später fand er Akzeptanz. Durch Praktika als Bäcker und Greenkeeper sicherte er sich schließlich eine feste Anstellung auf einem Golfplatz. 2021 folgte ihm seine Frau nach sechsjähriger Trennung nach, und heute haben sie drei Kinder.

Seine Geschichte ist Teil der Ausstellung Angekommen im Himmel un Ääd, die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist. Am 28. November findet dort die Veranstaltung Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen statt, bei der Abrahle und ein weiterer Geflüchteter über ihr neues Leben berichten werden.

Die Ausstellung und die Veranstaltung rücken die Kämpfe und Erfolge von Geflüchteten wie Abrahle in den Fokus. Sein Weg – von der Flucht aus Eritrea bis zum Aufbau einer Karriere und Familie in Deutschland – zeigt, welche langfristige Wirkung lokale Unterstützung und Eigeninitiative entfalten können. Die Diskussionen sollen das Verständnis in der Gemeinschaft fördern.

Quelle