Vom Schulclub zur WM: Deutschlands inklusives Basketballteam schreibt Geschichte
Egbert PeukertVom Schulclub zur WM: Deutschlands inklusives Basketballteam schreibt Geschichte
Deutschlands Unified-3x3-Basketballteam bereitet sich auf die Weltmeisterschaft in Puerto Rico vor
Das Team, bestehend aus Spieler:innen mit und ohne geistige Behinderung, hat sich über die Qualifikation für das Turnier qualifiziert. Ihr Weg vom Schulclub auf die Weltbühne überrascht selbst die Akteur:innen.
Die Truppe stammt von der Bielefelder Förderschule Am Niedermühlenhof, einer Einrichtung mit Schwerpunkt auf geistiger Entwicklung. Alles begann mit einer Basketball-AG, die sich bald zu einem Wettkampfteam entwickelte. Erste Turniersiege folgten – und nun die unerwartete Chance, bei der Weltmeisterschaft anzutreten.
Trainer Mario Rondas, Sonderpädagoge an der Schule, setzte von Anfang an auf Inklusion. Er holte mit Vincent Buchspieß und Rubin Saradjuk zwei Schüler einer benachbarten Schule ins Team. Obwohl die beiden im Training Führungsrollen übernehmen, treten sie während der Spiele bewusst zurück, um Teamkolleg:innen mit Behinderung in den Vordergrund zu stellen. Die WM wird im schnellen 3-gegen-3-Format ausgetragen, bei dem auf einem halben Spielfeld jeweils drei Spieler:innen pro Team antreten.
Emmanuel Onyekwere, einer der Akteure, beschrieb seine Reaktion auf die Nominierung als reine Überraschung und Freude, Deutschland auf so großer Bühne vertreten zu dürfen. Das fünfköpfige Team, unterstützt von seinen Trainer:innen, geht unter der Flagge des Deutschen Basketball Bundes (DBB) an den Start.
Die Reise nach Puerto Rico markiert einen Meilenstein für den Unified-Basketball in Deutschland. Der Aufstieg vom Schulprojekt zur WM-Teilnahme zeigt, wie Inklusion im Sport Türen öffnen kann. Das Turnier wird nicht nur ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen – sondern auch ihren einzigartigen Teamgeist unter Beweis stellen.