Von Öko-Porzellan bis Santa-Pauli: Deutschlands Weihnachtsmärkte überraschen mit kreativen Ideen
Hans-Gerd JunkDer älteste, der grünste, der erotischste: Extreme Weihnachtsmarkt - Von Öko-Porzellan bis Santa-Pauli: Deutschlands Weihnachtsmärkte überraschen mit kreativen Ideen
Deutschland mag für seine festlichen Märkte berühmt sein, doch der älteste Weihnachtsmarkt Europas liegt tatsächlich in Österreich. Mit rund 2.500 bis 3.000 größeren Veranstaltungen im Land glänzen die deutschen Traditionen weiterhin – von nachhaltiger Gastronomie bis hin zu ungewöhnlichen Feiern. Manche tauschen sogar die traditionelle Kleidung gegen weitaus gewagtere Outfits.
Der erste urkundlich erwähnte "Dezembermarkt" fand nicht in Deutschland, sondern in Wien, Österreich, statt. Historische Dokumente aus den Jahren 1296 oder 1298 belegen seine Existenz und machen ihn zum ältesten bekannten Weihnachtsmarkt Europas.
In Deutschland variieren die Märkte stark in ihrem Stil. Der Essener Weihnachtsmarkt sticht durch seinen ökologischen Ansatz hervor: Hier wird das Essen auf wiederverwendbarem Porzellangeschirr serviert, und Pommes frites gibt es in Papiertüten. Der St.-Pauli-Weihnachtsmarkt in Hamburg setzt dagegen auf ein freizügigeres Konzept. Direkt am Rotlichtviertel gelegen, bietet er eine "Santa-Pauli"-Bühne, und Besucher zeigen sich in Dessous oder Stringtangs statt in klassischer Winterkleidung. Andere deutsche Märkte beeindrucken mit prunkvollen Inszenierungen: Hohe Tannenbäume und riesige Holzpyramiden prägen manche Standorte und ziehen mit ihrem festlichen Flair die Massen an.
Obwohl Österreich den Rekord für den frühesten Weihnachtsmarkt hält, bleiben die deutschen Angebote vielfältig und einfallsreich. Von nachhaltigen Praktiken bis zu spektakulären Dekorationen setzt jeder Markt seine eigene Note in der Weihnachtszeit. Die Mischung aus Tradition und Kreativität sorgt dafür, dass diese Märkte für Einheimische und Touristen gleichermaßen ein winterliches Highlight bleiben.