28 June 2026, 16:18

Wähler in NRW setzen neue Prioritäten: Infrastruktur überholt Migration und Bildung

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

Wähler in NRW setzen neue Prioritäten: Infrastruktur überholt Migration und Bildung

In Nordrhein-Westfalen haben sich die Prioritäten der Wähler deutlich verschoben. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme stehen nun an erster Stelle – 31 Prozent der Befragten nennen sie als drängendstes Anliegen. Bildung und Schulen folgen dicht dahinter, während Migration auf den dritten Platz mit 20 Prozent abgerutscht ist.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist stark gesunken. Nur noch 42 Prozent bewerten ihre Arbeit positiv, ein deutlicher Rückgang seit Februar, während 53 Prozent unzufrieden sind. Auch die wirtschaftlichen Sorgen haben zugenommen: Lediglich 22 Prozent beurteilen die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr.

Die Angst vor Jobverlust ist ebenfalls gestiegen. 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun um ihren Arbeitsplatz, sechs Punkte mehr als im Vorjahr. Verkehrsbehinderungen prägen den Alltag vieler Bürger: Jeder vierte Einwohner gibt an, durch Brückensperrungen und damit verbundene Verzögerungen stark oder sehr stark beeinträchtigt zu werden.

Die politische Landschaft hat sich insgesamt verändert. Bundeskanzler Hendrik Wüsts CDU ist auf 32 Prozent gefallen – ein Minus von drei Punkten seit Februar. Die SPD unter Jochen Ott verlor ebenfalls drei Punkte und liegt nun bei 17 Prozent, nahe an ihrem historischen Tief in den Umfragen des Landes.

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Die Grünen legten zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent, während die AfD auf 17 Prozent kletterte. Beide Parteien liegen nun gleichauf als zweitstärkste Kräfte in Nordrhein-Westfalen. Die FDP hat unterdessen erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten, während die Linke stabil bei sechs Prozent bleibt.

Die aktuellen Daten zeigen einen klaren Wandel bei den Wählerprioritäten und der politischen Stimmung. Infrastruktur ist nun das dominierende Thema, während wirtschaftliche Sorgen und die Angst um den Arbeitsplatz zugenommen haben. CDU und SPD haben an Zustimmung verloren, während Grüne und AfD in den Umfragen zulegen.

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