Warum Politiker weltweit so wenig Vertrauen genießen – und was eine Kölner Oberbürgermeisterin daraus lernt
Hans-Gerd JunkWarum Politiker weltweit so wenig Vertrauen genießen – und was eine Kölner Oberbürgermeisterin daraus lernt
Eine große Umfrage hat ergeben, dass Politiker zu den am wenigsten vertrauenswürdigen Berufen weltweit zählen. Die Ergebnisse, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden, basieren auf den Antworten von fast 1.000 Abgeordneten aus elf Demokratien. Nun wirft eine deutsche Oberbürgermeisterin einen genaueren Blick auf die Studie.
An der Erhebung beteiligten sich 982 Politiker, darunter 178 Mitglieder des Deutschen Bundestags. Ihre Antworten wurden von 19 Forschern ausgewertet, wobei alle Teilnehmer anonym blieben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Öffentlichkeit ein eher negatives Bild von politischen Vertretern hat – sie werden in puncto Beliebtheit auf eine Stufe mit Steuerbeamten, Journalisten und Versicherungsvertretern gestellt.
In Köln setzt sich die 68-jährige Henriette Reker mit den Konsequenzen der Umfrage auseinander. Seit einem Jahrzehnt regiert sie als parteilose Oberbürgermeisterin die Stadt und studiert nun im Sitzungssaal des Rathauses die Daten. Die Ergebnisse deuten auf ein weitverbreitetes Misstrauen gegenüber gewählten Volksvertretern in mehreren Ländern hin.
Die Umfrage macht einen deutlichen Trend sichtbar: Das Vertrauen in Politiker bleibt in der Bevölkerung schwach. Rekers Analyse der Ergebnisse könnte Hinweise darauf geben, wie Führungspersönlichkeiten wie sie dieses Image verbessern können. Die Daten, die aus elf Ländern stammen, unterstreichen eine gemeinsame Herausforderung für demokratische Repräsentanten.






