03 April 2026, 10:23

Watzke will BVB-Präsident werden – trotz interner Konflikte und Sponsorenstreit

Logo des Integrity Club mit einem blauen Kreis und der Aufschrift "Integrity Club" in weißer Schrift, einer Waage auf der linken Seite und zwei geschüttelten Händen auf der rechten Seite.

Watzke vor der Wahl: "Dinge, die mich schwer belastet haben" - Watzke will BVB-Präsident werden – trotz interner Konflikte und Sponsorenstreit

Hans-Joachim Watzke will nach zwei Jahrzehnten als BVB-Geschäftsführer nun zum Präsidenten von Borussia Dortmund gewählt werden. Der Schritt erfolgt inmitten anhaltender Konflikte um Führung, Sponsorenverträge und frühere Kontroversen. Watzke bezeichnet das Amt als lebenslangen Traum, sieht sich aber mit Herausforderungen durch jüngste interne Spannungen konfrontiert.

Sein Kandidatur für die Präsidentschaft folgt auf den Rückzug von Reinhold Lunow, dem aktuellen Präsidenten. Lunow, der zunächst eine erneute Kandidatur geplant hatte, zog sich im August zurück. Seither arbeiten beide daran, ihr angespanntes Verhältnis zu verbessern.

Der Führungsstreit hat Watzke persönlich stark belastet. In den vergangenen sechs Monaten haben die Auseinandersetzungen um die Präsidentschaft ihm schwer zu schaffen gemacht. Dennoch bleibt er auf seine Kampagne fokussiert.

Ein zentraler Streitpunkt ist der Sponsorenvertrag mit Rheinmetall. Die Mitglieder stimmten auf der Jahresversammlung 2024 gegen eine Verlängerung, und Watzke hat zugesagt, die Frage 2026 erneut zur Diskussion zu stellen. Er betont, dass die ursprüngliche Entscheidung nicht allein getroffen wurde, und will sich dem Mehrheitswillen beugen.

Kritik gibt es auch an Watzkes Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen BVB-Mitarbeiter aus den 1990er-Jahren. Er wies die Bedenken zurück, doch Details zu den Vorwürfen oder der Reaktion des Vereins wurden nicht öffentlich gemacht. Der Beschuldigte wurde später in den Ältestenrat wiedergewählt und 2012 sogar als Vereinsangestellter eingestellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Watzkes Kandidatur markiert eine neue Phase für den BVB nach seiner langen Amtszeit als Geschäftsführer. Das Ergebnis der Wahl wird die künftige Ausrichtung des Vereins in Sachen Sponsoring, Führung und ungelöster Altlasten prägen. Sein Versprechen, den Rheinmetall-Deal erneut zu prüfen und die Mitgliederentscheidung zu respektieren, deutet auf mehr Transparenz hin.

Quelle