Wie NRW-Unternehmen mit Kreislaufwirtschaft Kosten sparen und Emissionen senken
Martina SieringWie NRW-Unternehmen mit Kreislaufwirtschaft Kosten sparen und Emissionen senken
Unternehmen in Nordrhein-Westfalen nutzen das Unternehmensregister, um auf Kreislaufwirtschaft zu setzen und so Kosten zu sparen und Emissionen zu senken. Im vergangenen Jahr bearbeitete die Effizienz-Agentur NRW über 300 Anfragen von Betrieben, die nachhaltige Produktionsmethoden erkunden. Doch viele Firmen kämpfen weiterhin damit, in langfristige Veränderungen zu investieren, während sie unter akutem finanziellen Druck stehen.
Einige Unternehmen haben bereits konkrete Projekte umgesetzt. ESK-SIC in Frechen gewinnt etwa Siliziumkarbid aus alten Produkten zurück und reduziert so den Stromverbrauch um zwei Drittel sowie die CO₂-Emissionen um 20 Prozent. Heismann Drehtechnik in Velbert nutzt unterdessen KI, um Maschinendaten zu überwachen – das senkt Fehlerquoten, Energieverbrauch und Abfall. Für das über hundert Jahre alte Familienunternehmen ist dies ein entscheidender Schritt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Nutzung von KI hat in der Region stark zugenommen: Mittlerweile setzen zwei Drittel der Unternehmen die Technologie ein – doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. KI gilt als zentraler Treiber für die Modernisierung der Produktion. Dennoch steckt fast ein Drittel der Betriebe in Nordrhein-Westfalen noch in der Krise und kann größere Umstellungen kaum finanzieren.
Weitere Beispiele zeigen, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert: ein Fahrradschlauch aus recycelten Materialien oder eine Eisengießerei, die ihre CO₂-Emissionen drastisch reduziert. Doch für eine flächendeckende Umsetzung braucht es stabile Finanzen und langfristige Planung – beides fehlt vielen Unternehmen derzeit.
Der Wandel hin zu klimaneutraler Produktion gewinnt an Fahrt, doch wirtschaftliche Herausforderungen bremsen den Fortschritt. Betriebe wie ESK-SIC und Heismann beweisen, dass Effizienzgewinne mit den richtigen Investitionen möglich sind. Für viele in der Region bleibt es jedoch ein Balanceakt zwischen Überleben und Nachhaltigkeit.






