17 March 2026, 06:23

Wiesbadens Kürbissuppenfest begeistert mit Musik und Gemeinschaftsgeist

Ein lebendiges Plakat einer Wisconsin-Karte voller bunter Lebensmittel, beschriftet mit "Festival Foods."

Wiesbadens Kürbissuppenfest begeistert mit Musik und Gemeinschaftsgeist

Kleines, aber lebendiges Publikum beim Wiesbadener Kürbissuppenfest

Am Samstagmorgen versammelte sich eine kleine, aber lebhafte Gruppe vor dem Kunsthaus Wiesbaden zum jährlichen Kürbissuppenfest der Stadt. Rund zwei Dutzend Besucher nahmen an der Veranstaltung teil, die sich um ein besonderes Konzept des "Gebens und Nehmens" drehte. Um eine Portion der gespendeten Kürbissuppe zu erhalten, musste jeder Teilnehmer eine kurze musikalische Hommage darbieten – die "Ode an den Kürbis".

Die Tradition des Festivals reicht bis ins Jahr 2012 zurück, als der Kunstverein Wiesbaden die Idee "Gib und Nimm" erstmals vorstellte. Seitdem haben ähnliche Projekte in anderen Städten Schule gemacht, darunter das Frankfurter Suppen-Tauschfest 2014 und die Berliner Gemeinschafts-Suppenaktion 2016. Bei diesen Veranstaltungen tauschten die Teilnehmer selbstgemachte Suppen gegen persönliche Geschichten oder kleine Gegenstände.

Die diesjährige Wiesbadener Ausgabe brachte eine Besonderheit mit sich: ein extra für den Anlass komponiertes Lied. Der Künstler Volker Kutscher dichtete die "Ode an den Kürbis", eine verspielte Abwandlung von Beethovens "Ode an die Freude". Die Besucher sangen die neuen Strophen mit, bevor sie ihre Suppe erhielten.

Veranstaltet wurde das Fest in der Nähe der berühmten Kürbisplastik der Stadt, die seit ihrer Entstehung 2004 für den Wiesbadener Kunstsommer ein Wahrzeichen ist. Ursprünglich an einem anderen Standort platziert, wurde die Skulptur auf Wunsch der Anwohner neben den Wochenmarkt verlegt. Ihr sich jährlich wandelndes Design – jedes Mal umgestaltet und erweitert – macht sie zum meistfotografierten Kunstwerk der Stadt.

Die Organisatoren betonten, dass das Fest Besucher jeden Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit vielfältigen Vorlieben anzog. Das gemeinsame Singen, Essen und Feiern der Erntezeit habe die Veranstaltung zu einer der beliebtesten Herbsttraditionen Wiesbadens werden lassen.

Am Ende gingen die Gäste nicht nur mit einer Schüssel Suppe nach Hause, sondern auch mit einer gemeinsamen Erinnerung an Musik und Gemeinschaft. Die Kürbisplastik bleibt weiterhin ausgestellt und wird auch in Zukunft mit ihrer sich verändernden Form Blicke auf sich ziehen. Für das nächste Jahr wird mit noch mehr Teilnehmern gerechnet, die gemeinsam singen, teilen und die Aromen der Saison genießen werden.

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