01 May 2026, 08:26

Willich: Eltern protestieren gegen geplante Kita-Gebührenerhöhungen und Geschwisterrabatt-Kürzungen

Schwarzes und weißes Plakat mit dem Text "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" und einer Gruppe von Menschen, die gegen Kinderarbeit protestieren.

Willich: Eltern protestieren gegen geplante Kita-Gebührenerhöhungen und Geschwisterrabatt-Kürzungen

In Willich brodelt die Debatte über geplante Änderungen bei den Kita-Gebühren. Eltern und lokale Initiativen reagieren scharf auf Vorhaben, die die Kosten für Familien in die Höhe treiben könnten. Die Stadt betont zwar, dass noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst wurden, doch die Stimmung bleibt angespannt.

Im Mittelpunkt des Streits stehen zwei zentrale Vorschläge: die Kürzung von Geschwisterermäßigungen und die Deckelung dynamischer Gebührenanpassungen bei drei Prozent. Falls umgesetzt, würden diese Maßnahmen voraussichtlich 500.000 Euro durch Geschwistergebühren und 100.000 Euro durch die Obergrenze einbringen. Bürgermeister Christian Pakusch stellte klar, dass die Stadt die Geschwisterrabatte nicht vollständig streichen, sondern nur die Bedingungen anpassen wolle.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat eine Überprüfung der Elternbeitragsregelungen bis zum 28. April angeordnet. Unterdessen äußern Bürger wie Marlene Mendes aus Anrath Wut über die drohenden Gebührenerhöhungen. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) lehnt die Pläne ab und wendet sich sowohl gegen die Geschwistergebühren als auch gegen höhere Anpassungen.

Nachbargemeinden wie Nettetal und Kempen erheben bereits pauschal 50 Prozent der Gebühren für Geschwisterkinder in allen Betreuungsangeboten. Die Willicher SPD-Fraktion stellt sich auf die Seite der Eltern und lehnt es ab, Haushaltslücken durch höhere Familienbelastungen zu schließen. Pakusch betonte, dass die gewählten Vertreter die Vorlagen noch beraten und abstimmen müssten, bevor Änderungen in Kraft treten könnten.

Die ohnehin angespannte Situation in der Willicher Kinderbetreuung verschärft die Frustration weiter. Probleme wie Personalmangel, Schließungen von Einrichtungen und ungelöste Gebührenstreitigkeiten harren seit Langem einer Lösung.

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Angesichts der prekären Haushaltslage sucht die Stadt nach neuen Einnahmequellen – doch der Widerstand von Eltern und politischen Gruppen bleibt massiv. Da noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind, wird das Ergebnis der Prüfung am 28. April zeigen, ob die geplanten Gebührenänderungen vorankommen.

Quelle