Willich erinnert an die Opfer der Novemberpogrome mit bewegender Zeremonie
Martina SieringWillich erinnert an die Opfer der Novemberpogrome mit bewegender Zeremonie
Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome mit feierlicher Zeremonie
Am 9. November gedachte Willich in einer würdevollen Gedenkveranstaltung der Opfer der Novemberpogrome von 1938, als Hunderte Synagogen in ganz Deutschland zerstört oder beschädigt wurden. Lokale Verantwortungsträger und Schüler kamen zusammen, um über die Geschichte zu reflektieren und ihr Engagement gegen Hass in der Gegenwart zu erneuern.
Während der Novemberpogrome 1938 wurden etwa 267 Synagogen niedergebrannt, weitere 815 schwer beschädigt. Städte wie Freiburg, Frankfurt und Ulm meldeten Brände und Verwüstung, als gewalttätige Horden landesweit jüdische Gebetsstätten angriffen. Jahrzehnte später verurteilte Willichs Erster Bürgermeister Guido Görtz Antisemitismus, Ausgrenzung und jeden Versuch, die Gräueltaten jener Nacht zu verharmlosen.
Die Gedenkfeier umfasste eine Kranzniederlegung am örtlichen Mahnmal. Schüler der Robert-Schuman-Europaschule verlasen die Namen der Opfer und gaben ihren Geschichten eine Stimme. Redner wie Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid teilten Gedanken zu Erinnerung, Verantwortung und der Notwendigkeit von Toleranz.
Musik begleitete Teile der Zeremonie und unterstrich die feierliche Stimmung. Görtz dankte später allen, die zur Organisation der Veranstaltung beigetragen hatten. Er betonte, wie wichtig es sei, das Gedenken wachzuhalten und gleichzeitig für Demokratie und Menschlichkeit einzustehen.
Die Feier endete mit dem Appell, die Lehren aus den Novemberpogromen in die Zukunft zu tragen. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit der Mahnung, sich der Schrecken der Vergangenheit zu erinnern und weiterhin gegen Hass vorzugehen. Willichs Verantwortungsträger und Schüler gelobten, das Andenken an die Opfer durch Taten und Bildung lebendig zu halten.






