14 March 2026, 18:25

Willich reformiert Kita-Angebote: Schließungen, Umzüge und ungewisse Zukunft für Eltern

Ein Einkaufszentrum-Innenraum mit Menschen, die Taschen tragen, Rolltreppen, Schildern, Pflanzen, Deckenleuchten und Ladenschildern mit einem Wasserzeichen, das die jüngste Wiedereröffnung nach der Coronavirus-Pandemie anzeigt.

Willich reformiert Kita-Angebote: Schließungen, Umzüge und ungewisse Zukunft für Eltern

Die Stadtverwaltung von Willich hat umfangreiche Änderungen bei den örtlichen Kinderbetreuungsangeboten angekündigt. Mehrere Einrichtungen werden geschlossen oder verlegt, während andere ausgebaut werden, um sich an die veränderte Nachfrage anzupassen. Die Entscheidungen fallen vor dem Hintergrund, dass die Stadt in den kommenden Jahren mit einem Überschuss an Betreuungsplätzen rechnet.

Die Kita Alperhof erhält kein neues Gebäude. Stattdessen wird das bestehende Gebäude abgerissen, und die Einrichtung zieht in das generationenübergreifende Projekt Reinershof um. Für Eltern bedeutet dies eine Fahrzeit von neun Minuten mit dem Auto oder 16 Minuten mit dem Bus zur neuen Betreuungsstätte.

Die Kita St. Irmgardis wird geschlossen; ihr Gebäude wird an die Stadt vermietet, um die Erweiterung der Villa Kunterbunt zu ermöglichen. Gleichzeitig endet das Brückenprojekt Schatzkiste des DRK zum 31. Juli 2026. Das von der AWO betriebene Blaue Haus in Schiefbahn hat eine vorübergehende Atempause erhalten: Die freiwillige Förderung wurde bis zum 31. Juli 2027 verlängert, doch die langfristige Zukunft bleibt ungewiss.

Als Gründe für die Umstrukturierung nennen Stadtvertreter sinkende Geburtenraten und knappe Haushaltsmittel. Bis 2029 erwartet Willich einen Überschuss von 440 Betreuungsplätzen, was Neubauten überflüssig macht. Eltern im Norden der Stadt zeigen sich jedoch besorgt: Sie argumentieren, dass das fehlende lokale Angebot die Attraktivität der Gegend für junge Familien mindert.

Die Stadt und der Kirchenverband wollen die Gespräche fortsetzen, um weitere Anpassungen zu prüfen.

Ziel der Neuordnung ist es, den Rückgang der Nachfrage mit den finanziellen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen. Während einige Familien längere Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen, könnten andere von erweiterten Angeboten profitieren. Zwei geplante städtische Neubauten wurden gestrichen; stattdessen setzt man auf die Anpassung bestehender Einrichtungen.

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