11 January 2026, 22:37

Willichs Kinder fordern mehr Mitsprache – und die Stadt hört zu

Ein großes Gebäude mit einer grasbewachsenen Fläche davor, umgeben von einem Metallzaun, einem Weg, Bäumen, Pfosten, Bannern, einem geparkten Fahrrad, nahen Häusern und einem bewölkten Himmel, das als neuer Spielplatz an einer Schule dient.

Willichs Kinder fordern mehr Mitsprache – und die Stadt hört zu

Eine aktuelle Umfrage in Willich hat zentrale Anliegen von Kindern, Eltern und lokalen Gruppen in Bezug auf die Jugendangebote der Stadt aufgezeigt. Die ersten Ergebnisse wurden Bürgermeister Christian Pakusch während eines Kinderfests präsentiert und lösten Diskussionen über notwendige Verbesserungen aus.

Ziel der Befragung war es, eine breite Palette an Meinungen von jungen Menschen und Familien zu sammeln. Die Antworten deckten mehrere drängende Probleme auf: So bedarf die Qualität des Essens in Kitas und Schulen der Aufmerksamkeit, während kulturelle Aktivitäten für Kinder ab 12 Jahren weiterhin begrenzt sind. Viele Jugendliche forderten eigene Räumlichkeiten und Programme, die speziell auf ihre Altersgruppe zugeschnitten sind.

Auch Familien setzten sich für bessere öffentliche Einrichtungen ein. Gefordert wurden größere, attraktivere Spielplätze, sichere Fahrradwege und bezahlbare Schwimmkurse. Der Deutsche Kinderschutzbund in Willich, der die Umfrage mitorganisiert hatte, betonte die Bedeutung von Teilhabe und Kinderrechten bei der Gestaltung kommunaler Politik. Der Verband engagiert sich seit Langem für frühkindliche Bildung, Elternworkshops und präventive Schulprogramme. Nun plant der Vorstand, gemeinsam mit Bürgermeister Pakusch diese Anliegen in der Willicher Strategie 2026 zu berücksichtigen. Weitere Gespräche sollen darauf abzielen, die Stadt kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten – aufbauend auf bestehenden Stärken in Bildung und Landwirtschaft. Willich, bekannt für seine lebendige Landwirtschaftsgemeinde, hat bereits Fortschritte in Schulen und Kitas erzielt. Doch die Umfrageergebnisse zeigen, dass mehr getan werden muss, um den Bedürfnissen der jüngeren Einwohner gerecht zu werden.

Der Kinderschutzbund wird die Zusammenarbeit mit lokalen Verantwortungsträgern fortsetzen, um das Willicher Programm 2026 weiterzuentwickeln. Konkrete Maßnahmen – wie die Verbesserung der Verpflegungsstandards, die Ausweitung von Jugendangeboten und die Aufwertung öffentlicher Räume – sollen folgen. Ziel ist es, eine inklusivere Umgebung für Kinder und Familien in der gesamten Stadt zu schaffen.