03 March 2026, 02:02

Willichs Trinkwasser ist jetzt PFAS-frei – dank Millionentechnik gegen Chemikalien

Ein detailliertes Zeichnung eines Wasseraufbereitungssystems aus dem deutschen Patent 666, das Komponenten wie eine Pumpe und Ventile zeigt, zusammen mit dem Patenttext.

Willichs Trinkwasser ist jetzt PFAS-frei – dank Millionentechnik gegen Chemikalien

Die Stadtwerke Willich haben eine neue Filteranlage installiert, um schädliche PFAS-Chemikalien aus dem Trinkwasser zu entfernen. Der Schritt erfolgte nach der Feststellung erhöhter Belastungswerte im Jahr 2023. Die 1,4-Millionen-Euro-Anlage sichert nun die Wasserversorgung für 65.000 Einwohner in Willich und Meerbusch-Osterath.

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Das Problem wurde bei Routineuntersuchungen 2023 entdeckt, als hohe PFAS-Konzentrationen im Wasser des Anrather Brunnens nachgewiesen wurden. Als Reaktion beauftragten die Verantwortlichen den Bau einer Filteranlage am Wasserwerk Darderhöfe. Die Errichtung auf einem 1.100 Quadratmeter großen Gelände dauerte weniger als sieben Monate.

Seit dem 26. Januar 2023 entfernen acht Aktivkohlefilter die Schadstoffe aus dem Wasser. Das System hält die PFAS-Werte unter sieben Nanogramm pro Liter und erfüllt damit die verschärften Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Zwei Ersatzfilter lagern beim Hersteller in Premnitz bei Berlin.

Die Aktivkohle in den Filtern muss alle sechs Monate ausgetauscht werden, um die Wirksamkeit zu erhalten. Die jährlichen Wartungskosten belasten den Haushalt des Versorgers mit zusätzlichen 200.000 Euro. Gleichzeitig bereitet das kommunale Unternehmen rechtliche Schritte vor, um Schadensersatz für die durch die Verunreinigung entstandenen Kosten einzufordern.

Die Filteranlage schützt nun das Trinkwasser Tausender Haushalte. Mit der voll funktionsfähigen Anlage entspricht das aufbereitete Wasser strengen Sicherheitsstandards. Die Behörden überwachen die Situation weiterhin und streben eine Entschädigung für die finanziellen Folgen an.