14 June 2026, 12:18

Wim Wenders zieht Falsche Bewegung nach Nastassja Kinskis Kritik zurück

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Wim Wenders zieht Falsche Bewegung nach Nastassja Kinskis Kritik zurück

Eine aktuelle Debatte hat die Diskussion über die Ethik von Kinderdarstellern in provokanten Rollen neu entfacht. Im Mittelpunkt steht Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975, in dem Nastassja Kinski mit 13 Jahren in einer halb nackten Szene zu sehen war. Das problematische Erbe des Films geriet erneut in den Fokus, nachdem er Anfang dieses Jahres in Frankfurt gezeigt wurde.

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Nastassja Kinski hatte sich lange dafür eingesetzt, die umstrittene Szene aus Falsche Bewegung entfernen zu lassen. Erst als Wim Wenders ihre Bitte öffentlich ablehnte, gewann ihre Kampagne an Fahrt. Nach der wiederaufgeflammten Debatte entschuldigte sich Wenders bei Kinski und zog den Film aus dem Verkehr.

Die Diskussion wirft auch Fragen zu anderen Kinderdarstellern in schwierigen Rollen auf. Brooke Shields, die in Pretty Baby mit elf Jahren eine Kinderprostituierte spielte, gab zu, dass es ihr schwerfiel, ihre Beteiligung an einem Projekt zu rechtfertigen, das viele als unmoralisch ansahen. Jodie Foster hingegen sprach stets mit Humor und Gelassenheit über ihre Rolle in Taxi Driver, die sie mit zwölf Jahren übernahm.

Auch Schauspielerinnen wie Dakota Fanning, Kirsten Dunst und Natalie Portman äußerten sich dazu. Portman erzählte, dass sie Fanpost und Radio-Countdowns mehr verunsicherten als die Dreharbeiten zu Léon – Der Profi. Alle drei betonten, wie wichtig professionelle Standards und Respekt am Set seien.

Die Meinungen darüber, wie mit solchen Filmen umgegangen werden soll, gehen auseinander. Manche argumentieren, dass Schnitte die künstlerische Integrität eines Werks wahren und gleichzeitig schädliche Inhalte entfernen können. Andere bestehen darauf, das Originalmaterial unangetastet zu lassen – unabhängig von ethischen Bedenken.

Die Rücknahme von Falsche Bewegung markiert einen bedeutenden Moment in der Auseinandersetzung mit dem Erbe des Films. Wenders’ Entschuldigung und die breitere Debatte zeigen die anhaltende Spannung zwischen künstlerischer Bewahrung und ethischer Verantwortung. Die Diskussion prägt weiterhin, wie die Branche mit der Besetzung von Kindern in komplexen Rollen umgeht.

Quelle