Zoll beschlagnahmt acht Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Klaus-Michael JopichZoll beschlagnahmt acht Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Deutsche Zollbeamte haben bei jüngsten Kontrollen fast acht Tonnen unversteuerten Kaffee beschlagnahmt. Die Razzien sind Teil von Ermittlungen gegen illegale Importe; die jüngsten Funde datieren auf September 2025. Die Behörden schätzen die hinterzogenen Steuern auf über 17.000 Euro.
Die erste Beschlagnahmung erfolgte am 16. September 2025, als Beamte an der Raststätte Königsforst an der Autobahn A3 einen Kleintransporter stoppten. Im Fahrzeug fanden sie 245 Kilogramm löslichen Kaffee und 176 Kilogramm Röstkaffee – allesamt ohne Steuerabgaben. Der 39-jährige syrische Fahrer wurde zusammen mit seinem Fahrzeug vorläufig festgenommen.
Gleichzeitige Kontrollen in Limburg an der Lahn und Gießen förderten weitere dreieinhalb Tonnen unversteuerten Kaffee zutage. Weitere Ermittlungen deckten auf, dass bereits drei Tonnen aus den Niederlanden eingeführt worden waren, ebenfalls unter Umgehung der Abgaben.
In Deutschland beträgt die Kaffeesteuer 2,19 Euro pro Kilogramm für Röstkaffee und 4,78 Euro für löslichen Kaffee. Allein 2024 nahm der Zoll durch diese Abgaben rund eine Milliarde Euro ein. Gegen einen 36-jährigen deutschen Geschäftsmann, der mit dem importierenden Unternehmen in Verbindung steht, laufen nun Verfahren wegen Steuerhinterziehung.
Die Beschlagnahmungen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Kaffeesteuerbetrug in Deutschland zu bekämpfen. Mit fast acht Tonnen sichergestelltem Kaffee wird weiterhin nach entgangenen Steuereinnahmen gefahndet. Die Ermittlungen gegen den Geschäftsmann dauern an.






