06 March 2026, 20:19

Zoll stoppt Transporter mit illegalem Wärmebildzielgerät und undeklariertem Luxusauto

Ein Computerbildschirm zeigt eine Nachricht in fetter, schwarzer Schrift, die "Diese versteckte Website wurde beschlagnahmt" lautet, mit einem weißen Rand und einem Logo der niederländischen Nationalpolizei, das ein blaues Schild mit einem weißen Stern in der Mitte zeigt.

Zoll stoppt Transporter mit illegalem Wärmebildzielgerät und undeklariertem Luxusauto

Zollbeamte hielten bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A44 im Kreis Soest einen in Rumänien zugelassenen Transporter an. Im Inneren entdeckten sie ein Wärmebildzielgerät für Gewehre, das zwischen der Ladung versteckt war. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, wurde daraufhin beschlagnahmt.

Der 45-jährige Fahrer des Fahrzeugs war mit einem Beifahrer von Großbritannien nach Rumänien unterwegs. Die Beamten fanden zudem einen BMW X6 auf einem Anhänger, dessen Wert für Zollzwecke auf 4.000 Euro geschätzt wurde, obwohl das Fahrzeug einen defekten Turbolader hatte. Weder der Fahrer noch der Beifahrer konnten die erforderlichen Zollerklärungen, Importepapiere oder Nachweise über die Entrichtung von Abgaben für die Waren oder das Auto vorlegen.

Beide Reisende bestritten, Verbrauchsteuerware, Betäubungsmittel, Zigaretten oder Bargeld in Höhe von mehr als 10.000 Euro mitzuführen. Das Wärmebildzielgerät – ausgestattet mit einer integrierten Montageschiene für Schusswaffen – galt jedoch als verbotenes Gut. Um die Weiterfahrt zu ermöglichen, beglichen die Männer die ausstehenden Einfuhrabgaben in Höhe von etwa 3.250 Euro und hinterlegten eine gerichtlich angeordnete Sicherheit von 4.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den beiden Männern wird Steuerhinterziehung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Die Zollbehörden prüfen den Fall weiter.

Wärmebildzielgeräte wie das beschlagnahmte Modell haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Moderne Versionen bieten eine 4K-Auflösung, Erkennungsreichweiten von über drei Kilometern und eine KI-gestützte Objekterkennung. Ursprünglich für Jagd und Sportschießen konzipiert, kommen sie heute auch in militärischen Einsätzen zum Einsatz – etwa bei Nacht- oder Schlechterwettergefechten, wie sie seit 2022 im Ukraine-Krieg zu beobachten sind.

Das beschlagnahmte Zielgerät bleibt vorerst in Verwahrung, die Ermittlungen dauern an. Bei einer Verurteilung drohen den Männern Strafen nach deutschem Steuer- und Waffenrecht. Der Fall unterstreicht die strengen Kontrollen beim Import von Spezialausrüstung ohne die erforderlichen Papiere.

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