07 May 2026, 00:22

10-Euro-Eintritt für Gräfrath-Marktfest: Warum Senioren sich benachteiligt fühlen

Ein hellgelbes Plakat mit weißem Rand zeigt eine fette schwarze Schrift, die den Text 'Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft' und Bilder einer vielseitigen Gruppe von Menschen zeigt, die den Betrachter anblicken.

10-Euro-Eintritt für Gräfrath-Marktfest: Warum Senioren sich benachteiligt fühlen

Neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrath-Marktfest in Solingen stößt auf Kritik

Der neu eingeführte Eintrittspreis von 10 Euro für das Gräfrath-Marktfest in Solingen hat scharfe Kritik vom Seniorenbeirat der Stadt ausgelöst. Die Gebühr, die lediglich einen 2-Euro-Gutschein für Essen beinhaltet, belaste ältere Bürger mit festem Einkommen unangemessen, so die Vorwürfe. Die Veranstalter verweisen auf steigende Sicherheitskosten, doch Kritiker argumentieren, dass die Gebühr diejenigen ausschließe, für die das Fest eine wichtige soziale Anlaufstelle darstellt.

Der Solinger Seniorenbeirat hat über seine Arbeitsgruppe „Altersarmut“ Bedenken geäußert, dass die Gebühr besonders hart trifft. Für viele Senioren ist das Fest mehr als nur Unterhaltung – es bietet eine entscheidende Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Einsamkeit zu vermeiden. Zwar gibt es am Sonntag einen kostenlosen Familientag, doch für ältere Menschen, die allein leben, ist dies kaum ein Ausgleich für die ansonsten anfallenden Kosten.

Der Beirat warnt, dass die Gebühr eine finanzielle Hürde schafft und damit einkommensschwache Besucher effektiv ausschließt. Als Alternativen schlägt er gestaffelte Preise, Seniorenrabatte oder eine stärkere städtische Förderung vor, um das Fest für alle zugänglich zu halten. Die Debatte wirft zudem grundsätzliche Fragen auf: Sollte der Zugang zu Gemeinschaftsveranstaltungen überhaupt an eine Eintrittsgebühr geknüpft sein?

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Die Veranstalter rechtfertigen die Gebühr mit den gestiegenen Sicherheitsausgaben, doch Kritiker halten dagegen, dass die Weitergabe dieser Kosten an die Besucher die ursprüngliche Funktion des Festes als öffentlichen Begegnungsort ignoriert. Die Änderung markiert einen Wandel: Aus einer offenen Veranstaltung wird ein kostenpflichtiges Event.

Der Streit verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Zwängen und sozialer Verantwortung in Solingen. Ohne Anpassungen könnte die Eintrittsgebühr viele ältere Bürger vom Besuch ausschließen. Der Seniorenbeirat setzt sich weiterhin für Lösungen ein, die Bezahlbarkeit und die langjährige Bedeutung des Festes für das Gemeinschaftsleben in Einklang bringen.

Quelle