2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan
2026: Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan
Weil der Haushaltsentwurf für 2026 ein Defizit aufweist, muss die Stadt Moers ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) erarbeiten.
- Dezember 2025, 12:27 Uhr
Die Stadt Moers steht im Haushaltsjahr 2026 vor einem Fehlbetrag von 42,9 Millionen Euro – das geht aus dem aktuellen Entwurf hervor. Stadtkämmerer Wolfgang Thoenes präsentierte die Zahlen im Dezember 2025 und legte gleichzeitig einen verpflichtenden Konsolidierungsplan vor, um die Finanzlücke zu schließen. Ursache für die angespannte Haushaltslage sind steigende Kosten sowie unfinanzierte gesetzliche Vorgaben von Bund und Land.
Laut Entwurf klettern die Ausgaben deutlich, insbesondere im Personal- und Pensionsbereich, die im kommenden Jahr auf 104,2 Millionen Euro anwachsen werden. Auch die Bereiche Kinder, Jugend und Familie verzeichnen einen Anstieg um 10 Millionen Euro, wobei allein die Kosten für Kita-Betreuung und Tagespflege um 5,7 Millionen Euro steigen.
Um das Defizit zu verringern, schlägt die Stadt eine Erhöhung der Grundsteuer B um 11 Prozent vor. Diese Maßnahme soll zusätzliche Einnahmen generieren, doch müssen weitere Einsparungen gefunden werden. In einem Strategie-Workshop werden Stadtrat und Verwaltung gemeinsam über zusätzliche Kürzungen beraten. Künftig sollen jährliche Ausgabenprüfungen zur Regel werden.
Verantwortlich für die Haushaltskrise sind vor allem strukturelle Probleme, darunter unfinanzierte Auflagen von Bund und Land. Rechtlich verpflichtet ist Moers nun, ein Haushaltssicherungskonzept umzusetzen, um die finanzielle Stabilität wiederherzustellen. Die endgültige Abstimmung über den Haushalt ist für März angesetzt.
Bis zur Abstimmung im März wird der Entwurf weiter geprüft. Bei einer Zustimmung treten die Steuererhöhung und die Ausgabenüberprüfungen sofort in Kraft. Die nächsten Schritte des Stadtrats werden zeigen, wie stark die Kürzungen und Anpassungen die lokalen Leistungen belasten werden.