27 January 2026, 04:56

30 Jahre lebensrettender Notarzt-Dienst: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis zum Vorbild wurde

Ein Rettungswagen der American Medical Response (AMR) steht in einem Gebäude, vor ihm stehen zwei maskierte Personen, links ein Fahrzeug und im Hintergrund mehrere Personen, Lichter, Rohre und andere Gegenstände.

30 Jahre lebensrettender Notarzt-Dienst: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis zum Vorbild wurde

Rheinisch-Bergischer Kreis hält seit drei Jahrzehnten rund um die Uhr Notarzt-Dienst aufrecht

Seit 1996 betreibt der Rheinisch-Bergische Kreis einen wegweisenden Notarzt-Dienst, der mittlerweile unabhängig vom benachbarten Leverkusen agiert. Kürzlich verstärkten vier neue Ärztinnen und Ärzte das Team und erweiterten so die Kapazitäten der Einrichtung.

Der Dienst startete 1996 mit nur fünf Medizinerinnen und Medizinern. Im Laufe der Zeit wuchs das Team auf sieben Mitglieder an – darunter zwei der ursprünglichen Ärzte, die seit 30 Jahren ununterbrochen im Einsatz sind. Ihre Aufgaben umfassen die Beurteilung von Verletzungen, die Koordination von Ressourcen sowie Entscheidungen über Patiententransporte in Notfällen.

Die erfahrenen Notärztinnen und Notärzte leiten zudem den Einsatz bei Großschadensereignissen mit zahlreichen Verletzten. Sie koordinieren Rettungskräfte, setzen zusätzliche Ärzteteams ein und sorgen dafür, dass psychologische Erste Hilfe verfügbar ist. Über die Jahre hinweg hat das Team die Ausstattung modernisiert und Abläufe optimiert. Allein 2025 wurde das LNA-Team des Kreises 22 Mal alarmiert. Der Dienst bleibt dabei eigenständig und deckt das Gebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises unabhängig vom Leverkusener System ab.

Das langjährige LNA-Modell des Kreises gilt als Vorbild für die notfallmedizinische Koordination. Mit den vier neuen Teammitgliedern wird die Einsatzfähigkeit weiter verfeinert. Durch ihr kontinuierliches Engagement gewährleisten die Notärztinnen und Notärzte auch in kritischen Situationen eine schnelle und strukturierte Versorgung.