Dormagen leuchtet orange: Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gestartet
Hans-Gerd JunkDormagen leuchtet orange: Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gestartet
Eine neue Kampagne lenkt in Dormagen den Blick auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit lokalen Partnern im Vorfeld des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen am 25. November Aufklärungsinitiativen gestartet. Als Teil der Aktion stehen nun eine orangefarbene Bank und Banner vor dem Neuen Rathaus.
Die Kampagne thematisiert die alltägliche Realität sexualisierter, digitaler, körperlicher und psychischer Gewalt, der viele Frauen und Mädchen ausgesetzt sind. Anja Hain, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, betonte, dass solche Übergriffe oft hinter verschlossenen Türen verborgen bleiben. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, wird das Neue Rathaus bis zum 28. November jeden Abend in Orange beleuchtet – in Anlehnung an die globale Orange the World-Kampagne von UN Women.
Für Betroffene gibt es Unterstützung: Das Frauenberatungszentrum des Rhein-Kreises Neuss bietet kostenlose und anonyme Hilfe für Frauen und Mädchen ab 16 Jahren unter der Nummer 02131 271378 an. Der Caritasverband Dormagen stellt zudem vertrauliche Beratung für Kinder und Jugendliche unter 02133 43022 bereit. Im Notfall ist die Polizei unter der 110 erreichbar, während die rund um die Uhr besetzte Hilfetelefonnummer Gewalt gegen Frauen unter 116 016 und die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche unter 116 111 zur Verfügung stehen.
Die Orange Days dauern über den 28. November hinaus an und erstrecken sich bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Die Kampagne konzentriert sich gezielt auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen; lokale Organisationen, die sich in diesem Zeitraum mit ähnlichen Themen für Männer befassen, wurden nicht genannt.
Ziel der städtischen Initiativen ist es, auf ein anhaltendes Problem aufmerksam zu machen und Betroffene mit Hilfsangeboten zu vernetzen. Das beleuchtete Rathaus und die öffentlichen Installationen erinnern an die verfügbaren Ressourcen. Unterstützung erhalten Betroffene weiterhin über spezielle Hotlines und lokale Beratungsstellen.