22 April 2026, 20:27

ETFs: Warum Geduld und Strategie über den langfristigen Erfolg entscheiden

Ein Kreuzworträtsel mit den Wörtern "Verlust, Risiko und Risiko" auf einem Zeitungsblatt voller Text und Zahlen.

ETFs: Warum Geduld und Strategie über den langfristigen Erfolg entscheiden

In den Aktienmarkt zu investieren kann riskant sein, doch börsengehandelte Fonds (ETFs) bieten eine einfachere und oft sicherere Alternative. Im Gegensatz zu Einzelaktien streuen ETFs das Risiko, indem sie viele Vermögenswerte bündeln. Dennoch spielen auch bei ETFs der richtige Zeitpunkt und eine durchdachte Strategie eine entscheidende Rolle für den langfristigen Erfolg.

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ETFs bilden einen Index ab, was bedeutet, dass kein Fondsmanager aktiv Aktien auswählt – das hält die Kosten niedrig. Mit einem einzigen Handel können Anleger ein Gemisch aus Aktien oder Anleihen erwerben, was sie zu einer unkomplizierten Möglichkeit der Diversifizierung macht. Allerdings performen nicht alle ETFs gleich gut. Thematische ETFs, die sich auf spezifische Trends konzentrieren, hinken breiten, globalen Portfolios oft hinterher und bergen gleichzeitig ein höheres Risiko.

Börsencrashs stellen die Geduld von Anlegern auf die Probe. Viele verkaufen in Panik während Abschwungphasen – und verpassen so die stärksten Erholungen. Studien bestätigen, dass die Vorhersage von Marktbewegungen nahezu unmöglich ist, was die Notwendigkeit eines langfristigen Ansatzes unterstreicht. Bei einem Portfolio, das ausschließlich aus Aktien-ETFs besteht, empfehlen Experten eine Haltedauer von mindestens 13 Jahren, um Marktvolatilität auszusitzen.

Anleihen wirken in schwachen Börsenphasen wie ein Airbag und federn Verluste ab. Ohne sie ist ein reines Aktienportfolio deutlich riskanter. Ein eindrucksvolles Beispiel kommt aus Japan: Ein Anleger, der zum falschen Zeitpunkt in einen rein auf Japan ausgerichteten ETF investiert hatte, musste 32 Jahre warten, um nur die Gewinnschwelle zu erreichen.

Über ein Jahrzehnt hinweg schneiden mehr als 95 Prozent der aktiv gemanagten Fonds schlechter ab als ein einfacher globaler Markt-ETF. Nachhaltige Investments wiederum haben in den letzten 50 Jahren nicht-nachhaltige Anlagen übertroffen. Dennoch sind Fehler weit verbreitet – vor allem Neulinge unterschätzen oft das Marktrisiko, das Klumpenrisiko oder wählen die falschen ETFs aus.

Finanzberater warnen zudem davor, kurzfristig benötigtes Geld am Markt zu binden. Mittel, die innerhalb der nächsten vier Jahre benötigt werden, sollten in sichereren, liquideren Anlagen geparkt werden.

ETFs reduzieren durch Diversifizierung das Risiko, doch der Erfolg hängt von Geduld und Strategie ab. Eine ausgewogene Mischung aus Aktien und Anleihen kann Schwankungen glätten, während der Verzicht auf thematische oder zu stark fokussierte Fonds unnötige Risiken vermeidet. Für Anleger mit langfristigem Horizont haben sich breite Markt-ETFs – insbesondere nachhaltige – historisch als ertragreicher erwiesen als die meisten Alternativen.

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