NRW-Bahnen reduzieren spontane Zugausfälle trotz Personalmangel deutlich
Klaus-Michael JopichNRW-Bahnen reduzieren spontane Zugausfälle trotz Personalmangel deutlich
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen reduzieren kurzfristige Zugausfälle wegen Personalmangels
Die Eisenbahnunternehmen in Nordrhein-Westfalen haben die Zahl der spontanen Zugstreichungen aufgrund von Personalengpässen deutlich verringert. Dies ist das Ergebnis von Bemühungen, die Zuverlässigkeit des Betriebs trotz anhaltenden Fachkräftemangels bei Lokomotivführern zu verbessern. Pendler klagen seit Langem über unerwartete Ausfälle im Fahrplan.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 wurden deutlich weniger Züge kurzfristig gestrichen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei der Ostwestfalen-Bahn (RB 72) ging die Zahl der Last-Minute-Absagen um 82 Prozent zurück. Auch auf anderen wichtigen Strecken gab es ähnliche Fortschritte: Der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) verzeichnete zwischen Januar und März einen Rückgang um 71 Prozent.
Ebenso sank die Zahl der plötzlichen Ausfälle beim Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) um 72 Prozent. Die Verkehrsbehörden bestätigten zudem eine spürbare Abnahme der Störungen auf den Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX). Um die Stabilität des Betriebs zu gewährleisten, haben die Betreiber auf einigen Strecken vorübergehend das Angebot reduziert.
Ziel ist es, genug Lokomotivführer einzustellen, um bis zur Fahrplanumstellung im Dezember 2025 wieder den vollen Betrieb aufnehmen zu können. Bis 2026 soll dann der ursprüngliche Fahrplan zu 100 Prozent wiederhergestellt sein.
Die Rückgänge bei den kurzfristigen Streichungen zeigen Fortschritte bei der Bewältigung der Personalprobleme. Die Betreiber arbeiten weiterhin daran, schrittweise zum normalen Servicelevel zurückzukehren. Pendler müssen jedoch vorerst noch mit Anpassungen rechnen, solange die Einstellungsbemühungen andauern.
