Orange Bank in Mönchengladbach: Ein leuchtendes Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Klaus-Michael JopichOrange Bank in Mönchengladbach: Ein leuchtendes Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Orange Bank in Mönchengladbach: Sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Auf der Buchmühlenstraße in Mönchengladbach ist nun dauerhaft eine leuchtend orangefarbene Bank installiert worden. Die auffällige Sitzgelegenheit dient als sichtbares Symbol im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und ist Teil einer wachsenden Kampagne, die ein Problem thematisiert, von dem tausende Menschen in ganz Deutschland betroffen sind.
Die Bank entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Allgemeinen Frauenberatungszentrum für den Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Büro für Gleichstellung der Stadt. Magdalene Holthaus vom Beratungszentrum betonte, dass Gewalt gegen Frauen ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem bleibe. Sie rief zu gemeinschaftlichem Handeln auf, um diese Herausforderung anzugehen und zu überwinden.
Die Installation reiht sich in die weltweite UN-Initiative "Orange the World“ ein, die auf das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen will. Judith Klaßen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach, verwies auf alarmierende Zahlen: Allein 2021 erlitten rund 266.000 Frauen in Deutschland häusliche Gewalt. Bei der Enthüllung der Bank äußerte Tülay Durdu, SPD-Landtagsabgeordnete in Nordrhein-Westfalen, Besorgnis über Versorgungslücken. Sie wies darauf hin, dass 2023 drei Viertel der schutzsuchenden Frauen aufgrund begrenzter Kapazitäten in Frauenhäusern abgewiesen werden mussten. Die Bank solle auch Anstoß für Debatten über den Ausbau dringend benötigter Hilfsangebote sein.
Die orangefarbene Bank steht nun ganzjährig auf der Buchmühlenstraße als Mahnmal. Sie ist Teil einer größeren Bewegung, die Gewalt bekämpfen und bessere Schutzmaßnahmen durchsetzen will. Lokale Behörden und Aktivistinnen hoffen, dass die Installation sowohl das Bewusstsein schärft als auch konkrete Veränderungen anstoßen wird.