Osteraths Zukunft wird neu gestaltet – Bürger können jetzt mitreden
Klaus-Michael JopichOsteraths Zukunft wird neu gestaltet – Bürger können jetzt mitreden
Der Düsseldorfer Stadtteil Osterath steht vor einem umfassenden Wandel – und zwar im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts (IHKO). Das Vorhaben soll die Attraktivität des Viertels steigern und für mehr Lebendigkeit sorgen. Finanziert wird das Projekt aus Bundes- und Landesmitteln, darunter vom Bundesbauministerium und dem Nordrhein-Westfälischen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.
Die Stadt hat bereits erste Entwürfe mit Verantwortlichen geteilt und lädt nun die Bürgerinnen und Bürger ein, sich einzubringen.
Das IHKO entstand 2020 und 2021 in einem breiten Beteiligungsprozess. Zwei zentrale Projekte stehen nun im Fokus: die Maßnahme A1 und die Maßnahme A2.
Mit Maßnahme A1 soll die Innenstadt barriereärmer und nutzerfreundlicher gestaltet werden. Geplant sind unter anderem die Neugestaltung des Ernst-Nüsse-Platzes sowie der Fußgängerzone entlang der Hochstraße. Ziel ist es, den historischen Charme des Viertels zu betonen und gleichzeitig seinen Stellenwert als sozialer Mittelpunkt zu stärken.
Maßnahme A2 konzentriert sich auf die Zugänge zur Innenstadt. Hier sollen markante und einladende "Torbereiche" für Besucherinnen, Besucher und Anwohner entstehen.
Die Bürgerbeteiligung läuft bereits: Im Juni gab es eine geführte Begehung mit anschließender Diskussion, im September folgte eine offizielle Vorstellung im Ausschuss für Umwelt, Klima und Bauen. Nun sind die Anwohnerinnen und Anwohner zu einer Informationsveranstaltung am 3. Dezember 2022 um 17:00 Uhr in der Aula der Realschule Osterath eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Rückmeldung zu beiden Projekten.
Die Stadt betont ihr Interesse an einem konstruktiven Dialog mit der Bevölkerung. Allerdings liegen Stand Februar 2026 keine aktuellen Informationen zum Stand der Maßnahmen vor – obwohl die geplante Umsetzungsphase bereits 2024 endete. Weitere Schritte waren nicht vorgesehen, und Details zur Realisierung wurden nicht veröffentlicht.
Wie es weitergeht, hängt nun maßgeblich von der Bürgerbeteiligung ab. Die Dezember-Veranstaltung bietet die Gelegenheit, die Pläne mitzugestalten. Zwar ist die ursprüngliche Zeitplanung ohne sichtbare Fortschritte verstrichen, doch die bisherigen Bemühungen der Stadt deuten auf den Willen hin, das Vorhaben voranzubringen.
Mit neuen Updates ist zu rechnen, sobald die Verwaltung die jüngsten Rückmeldungen aus der Bevölkerung ausgewertet hat.