Rheinmetall sichert sich Millionenauftrag für ukrainische Artilleriegranaten
Martina SieringRheinmetall sichert sich Millionenauftrag für ukrainische Artilleriegranaten
Rheinmetall hat einen Großauftrag zur Lieferung von Artilleriegranaten und Treibladungen an die Ukraine erhalten. Der Deal hat ein Volumen im hohen zweistelligen Millionenbereich und markiert einen weiteren Schritt in der Expansionsstrategie des Konzerns. Die Produktion läuft bereits in den spanischen Werken des Unternehmens an.
Der deutsche Rüstungskonzern eröffnete im August 2025 ein neues Artilleriewerk in Unterlüß. Dieser Schritt ist Teil der Strategie, die Produktionskapazitäten auszubauen – vor dem Hintergrund steigender NATO-Verteidigungsbudgets. Rheinmetall erschließt zudem neue Geschäftsbereiche, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Laut dem jüngsten Abkommen wird das Unternehmen die bestellten Lieferungen bis zum ersten Quartal 2027 an die Ukraine ausliefern. Der finanzielle Umfang des Vertrags wird in den Quartalsberichten des zweiten Quartals 2026 von Rheinmetall ausgewiesen.
Neben der Artillerie arbeitet Rheinmetall mit dem Unternehmen Destinus an der Rakete RUTA Block 3. Flugtests für diese Langstrecken-Präzisionswaffe sind für 2027 geplant, wobei die Ukraine als Erprobungsgebiet dienen soll.
Rheinmetall festigt damit seine Position als führender Rüstungskonzern. Der neue Auftrag sowie laufende Projekte unterstreichen seine Rolle bei der Deckung des globalen militärischen Bedarfs. An mehreren Standorten sind Produktion und Entwicklung bereits in vollem Gange.
