Strabag überzeugt mit Rekordzahlen und spektakulärem Brückenverschub auf der A45
Klaus-Michael JopichStrabag überzeugt mit Rekordzahlen und spektakulärem Brückenverschub auf der A45
Strabag, Deutschlands größter Baukonzern, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während sich der Auftragsbestand auf 28,4 Milliarden Euro belief – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig gelang dem Konzern ein technisches Meisterstück: Auf der A45 bei Rinsdorf verschob er ein 40.000 Tonnen schweres Brückenteil im Ganzen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte im ersten Halbjahr 2025 um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro, der Nettogewinn stieg um vier Prozent auf 94,9 Millionen Euro. Strabag bleibt damit Marktführer in Österreich mit einem Anteil von fünf Prozent sowie in Deutschland, wo das Unternehmen zwei Prozent des Marktes hält.
Jährlich investiert Strabag über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg engagiert sich der Konzern seit mehr als 70 Jahren im sozialen Wohnungsbau. Statt Neubauten in den Vordergrund zu stellen, erweitert das Unternehmen derzeit seinen bestehenden Wohnungsbestand.
Ein besonderer technischer Höhepunkt gelang Strabag bei der A45-Talbrücke in Rinsdorf: Ingenieure verschoben ein 485,5 Meter langes Brückensegment – inklusive Pfeiler und Fundamente – um 20 Meter seitwärts, ohne die 40.000 Tonnen schwere Konstruktion zu beschädigen.
Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill betonte die Bedeutung von Infrastruktur als "Lebensader jeder modernen Wirtschaft" und "Motor der wirtschaftlichen Entwicklung". Jeder in Infrastruktur investierte Euro wirke wie ein Multiplikator, schaffe Arbeitsplätze und steigere die Attraktivität eines Standorts, so Kratochwill. Seine Aussagen decken sich mit den Plänen Österreichs, das 2025 rund 9,9 Milliarden Euro – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung – in Bundesinfrastrukturprojekte stecken will.
Die starken Finanzzahlen und technischen Erfolge unterstreichen Strabags Rolle in der europäischen Bauwirtschaft. Mit wachsendem Umsatz, einem expandierenden Auftragsbestand und kontinuierlichen Innovationsinvestitionen bleibt das Unternehmen ein Schlüsselakteur in der Infrastrukturentwicklung. Die geplanten 9,9 Milliarden Euro für Infrastrukturvorhaben in Österreich verdeutlichen zudem die volkswirtschaftliche Bedeutung des Sektors.






