Streiks bei Thyssenkrupp: Belegschaft kämpft gegen Stellenabbau und Dividendenpläne
Klaus-Michael JopichThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Streiks bei Thyssenkrupp: Belegschaft kämpft gegen Stellenabbau und Dividendenpläne
Bei Thyssenkrupp Steel Europe haben Mitarbeiter mit Streiks gegen Stellenabbau und Dividendenpläne protestiert. Beschäftigte des HKM-Werks in Duisburg-Hüttenheim legten im Januar 2026 die Arbeit nieder und forderten bessere soziale Absicherungen. Die Gespräche zwischen dem Konzern und der Gewerkschaft IG Metall stecken weiterhin in einer Sackgasse.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Thyssenkrupps Pläne, Teile des HKM-Stahlwerks zu schließen, wodurch Arbeitsplätze gefährdet sind. Die Belegschaft verlangt einen Sozialtarifvertrag, der faire Bedingungen bei Entlassungen garantiert. Zudem fordern sie stärkere Zusagen zur Arbeitsplatzsicherheit, bevor es zu Kündigungen kommt.
Die Proteste richten sich auch gegen die Finanzpolitik des Unternehmens. Die Mitarbeiter kritisieren scharf eine vorgeschlagene Dividende von 15 Cent pro Aktie, die den Aktionären 93 Millionen Euro einbringen würde. Auf der Hauptversammlung forderten sie die Anteilseigner auf, die Ausschüttung abzulehnen – das Geld solle stattdessen den Beschäftigten zugutekommen.
Die IG Metall wirft Thyssenkrupp vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen. Die Gewerkschaft bemängelt, dass der Konzern die Stellenstreichungen nicht sozialverträglich umsetzt. Da die Verhandlungen feststecken, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen.
Die Streiks zeigen die Spannungen zwischen Thyssenkrupps Sparmaßnahmen und den Forderungen der Beschäftigten nach fairer Behandlung. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Proteste den Betrieb im Duisburger Werk lahmlegen. Das Ergebnis wird entscheiden, wie das Unternehmen seine Belegschaft während des Umbaus behandelt.