06 May 2026, 20:17

Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft um Überleben durch sinkende Geburten und Kita-Konkurrenz

Babycare-Laden im Mall of Asia Einkaufszentrum mit Regalen voller Artikel, Schildern, einem Display, Deckenlampen und einer Gruppe von Menschen umgeben von Spielzeugen.

Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft um Überleben durch sinkende Geburten und Kita-Konkurrenz

Tagespflege in Bergisch Gladbach gerät zunehmend unter Druck

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Sinkende Geburtenraten und wachsende Konkurrenz durch Kitas haben in Bergisch Gladbach dazu geführt, dass im kommenden Jahr 46 Betreuungsplätze in der Kindertagespflege unbesetzt bleiben. Anbieterinnen wie Sarah Heller stehen dadurch vor finanziellen Problemen – manche sehen sich gezwungen, den Beruf ganz aufzugeben.

Sarah Heller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Kindertagespflege Bergisch Gladbach, hat ihren Ausstieg aus der Tagespflege bekannt gegeben. Als Gründe nannte sie vor allem Unsicherheit und wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ihr Rückzug spiegelt die generellen Probleme des Sektors wider, in dem sich Betreuungspersonen mit rückläufigen Kinderzahlen und steigendem Wettbewerb auseinandersetzen müssen.

Die Geburtenzahlen in Bergisch Gladbach gehen seit Jahren zurück, sodass es mehr Betreuungsplätze als Kleinkinder gibt. Gleichzeitig haben Kitas ihr Angebot für unter Dreijährige (U3) ausgebaut und setzen die Tagespflege damit zusätzlich unter Druck. Jenni Löllgen, Vertreterin der Interessengemeinschaft, betont, dass Tagespflege und Kitas einander ergänzen sollten – und nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Doch viele Eltern wechseln zur Kita, sobald dort ein Platz frei wird, was die Planung für Tagespflegekräfte erschwert.

Die Interessengemeinschaft Kindertagespflege Bergisch Gladbach warnt, dass die Tagespflege – besonders für Kinder unter drei Jahren – unverzichtbar bleibt. Angesichts Dutzender unbesetzter Plätze im nächsten Jahr sieht die Zukunft jedoch ungewiss aus. Hellers düstere Prognose – „Für die Kinderbetreuung steht nichts Gutes bevor“ – unterstreicht die verschärfte Krise.

Der Rückgang der Geburten und der Ausbau der Kitas haben Tagespflegepersonen in eine schwierige Lage gebracht. Mit 46 unbesetzten Plätzen und wachsendem finanziellen Druck könnten weitere Betreuerinnen Hellers Beispiel folgen und den Beruf verlassen. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, ein ausgewogenes Betreuungssystem für ihre jüngsten Einwohner zu erhalten.

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