04 May 2026, 18:29

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem System für 600 Betten

Weißer Tisch mit einem Pillenschächtelchen, das Pillen enthält, und einem Stethoskop daneben, Pillenschächtelchen mit Text beschriftet.

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem System für 600 Betten

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten

Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes System zur Medikamentenvergabe aus und versorgt damit künftig bis zu 600 Patientenbetten. Das Krankenhaus führte die Technologie bereits 2018 ein und gilt seitdem als Vorreiter in diesem Bereich. Ziel der Erweiterung ist es, das Pflegepersonal zu entlasten und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen.

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Das System funktioniert, indem Medikamente in separaten Schubladen gelagert werden, die jeweils verschiedene Tabletten enthalten. Diese werden einzeln verpackt und mit klaren Etiketten versehen, auf denen der Name des Patienten, Angaben zum Medikament sowie ein Barcode für die Dosierungsanweisungen zu finden sind. Damit ersetzt das System die bisherige Methode, bei der Tabletten in wöchentlichen Dosen in Tablettenboxen mit sieben Fächern verteilt wurden – eine Vorgehensweise, die häufig mit Keimbelastung und Kontaminationsrisiken verbunden war.

Für das Pflegepersonal entfällt dadurch das nächtliche Umfüllen und Verteilen der Tabletten, was Fehler reduziert und Zeit spart. Die Medikamente werden stattdessen in großen Gebinden in die Maschine geladen, was zudem Abfall im Vergleich zu herkömmlichen Aluminium-Blisterverpackungen verringert.

Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche automatisierte Systeme einführen. Wer die Vorgabe nicht erfüllt, riskiert finanzielle Sanktionen durch die Krankenkassen. Die Erweiterung in der Uniklinik Köln unterstreicht deren Bestreben, die kommende Pflicht vorwegzunehmen und als Vorbild zu agieren.

Das automatisierte System macht die manuelle Tablettenverteilung überflüssig, senkt die Fehlerquote und entlastet die Mitarbeiter. Durch den Ausbau profitieren nun mehr Patienten von einer sicheren und effizienteren Medikamentenversorgung. Mit der frühen Umsetzung positioniert sich die Uniklinik Köln als Leitbild für andere Häuser – noch vor dem Stichtag 2030.

Quelle