31 March 2026, 16:29

Wechsel an der Rheinischen Post: Martin Kessler geht nach 28 Jahren in Ruhestand

Altes deutsches Volksblatt "Berliner Volksblatt" von 1884, gelb und mit schwarzer Tinte bedruckt.

Wechsel an der Rheinischen Post: Martin Kessler geht nach 28 Jahren in Ruhestand

Im Dezember steht bei der Rheinischen Post ein Wechsel an der Spitze bevor. Nach 28 Jahren bei der Zeitung geht Martin Kessler in den Ruhestand und übergibt die Leitung des Printressorts an seinen langjährigen Kollegen Frank Kirschstein. Der Übergang markiert das Ende einer Ära für Kessler, der in den vergangenen zehn Jahren die redaktionelle Ausrichtung des Blattes maßgeblich geprägt hat.

Martin Kessler kam 1996 zur Rheinischen Post, nachdem er zuvor bei der WirtschaftsWoche gearbeitet hatte. Mit einer Promotion in Volkswirtschaftslehre von der Universität Duisburg und einem Studium in Köln übernahm er zunächst Aufgaben als Wirtschaftsredakteur, bevor er später verschiedene Redaktionsteams leitete. Sein größter Einfluss begann 2014, als er die Leitung des Printressorts übernahm und die Zeitung stärker auf lokale Berichterstattung in Bonn und Düsseldorf ausrichtete. Themen wie Stadtentwicklung, Verkehr und Kultur erhielten unter seiner Führung mehr Gewicht.

Bis 2020 baute Kessler zudem den politischen Teil der Zeitung aus und setzte einen Schwerpunkt auf Bundespolitik und Migration. In dieser Phase entwickelte die Rheinische Post eine stärker konservativ-liberale Haltung und äußerte sich häufig kritisch zu Initiativen der Grünen.

Sein Nachfolger, Frank Kirschstein, ist sogar noch länger bei der Rheinischen Post – bereits seit über 30 Jahren. Nach einem Studium der Publizistik, Politikwissenschaft und Germanistik in Münster begann er als Volontär und wurde im Laufe der Jahrzehnte zu einer Schlüsselfigur bei der Entwicklung der technischen Infrastruktur des Blattes. Besonders prägend war sein Engagement für Smartpaper, das er von Anfang an mitgestaltete. Seine Expertise in redaktionellen Arbeitsabläufen und digitalen Systemen macht ihn zum idealen Kandidaten, um ab dem 1. Dezember die Leitung des Printressorts zu übernehmen.

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Kesslers Ruhestand beendet eine Phase, die durch eine stärkere Fokussierung auf regionale Themen und eine eigenständige politische Stimme geprägt war. Mit Kirschsteins Ernennung wird Kontinuität gewahrt – er bringt jahrzehntelange Erfahrung und tiefes institutionelles Wissen in die Position ein. Der Wechsel tritt zu Beginn des Dezembers in Kraft.

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