Chaos-Nacht nach verschwundenen Taschen bei den City AM Awards
Klaus-Michael JopichChaos-Nacht nach verschwundenen Taschen bei den City AM Awards
Zwei „City AM“-Journalisten erlebten eine chaotische Nacht, nachdem ihre Habseligkeiten bei einer glamourösen Preisverleihung verschwanden
Adam Bloodworth und Anna Moloney standen plötzlich ohne Schlüssel, Bargeld oder Wechselkleidung da, als ihre Taschen im Londoner Guildhall abhandenkamen.
Unterdessen sorgten anderswo in der Stadt ein Finanzriese mit einer peinlichen Panne bei der Bewertung von SpaceX und Politiker mit sprachlichen Patzern für Schlagzeilen.
Der Ärger begann am Montagabend bei den City AM Awards. Nach der Veranstaltung blieben Bloodworth und Moloney zurück, um beim Abbau zu helfen. Als sie ihre Sachen aus der Garderobe holen wollten, waren die Taschen verschwunden.
Das Duo durchsuchte eine Stunde lang die Hinterzimmer der Guildhall – vergeblich. Ohne Wohnungsschlüssel, Geldbeutel oder Handys konnten sie nicht nach Hause. Notgedrungen verbrachten sie die Nacht auf dem Boden des Ersatzzimmers des Digitalchefs.
Am nächsten Morgen blieb Moloney nichts anderes übrig, als in denselben fünf Zentimeter hohen Absätzen zur Arbeit zu fahren, die sie schon am Vorabend getragen hatte. Erleichterung kam erst später, als die Taschen endlich wieder auftauchten.
Finanz-Panne und politische Fauxpas Unterdessen löste die Scottish Mortgage Investment Trust mit der falschen Behauptung Aufsehen aus, ihr Anteil an SpaceX sei 1,25 Billionen Dollar wert. Die Zahl wurde später korrigiert – es handelte sich um die Gesamtbewertung des Unternehmens, nicht um den Wert der Beteiligung. Der Fehler wurde zwar schnell behoben, hatte aber bereits für Aufmerksamkeit gesorgt.
Auch Politiker hatten ihre Pannen: Ein Labour-Hinterbänkler schlug eine Kampagne unter dem Motto „Summer of Sex“ vor – und löste damit Verwirrung aus. Ein Tory-Schattenminister für Wirtschaft unterzeichnete indes versehentlich eine Erklärung als „Shadow Business Sexretary“ (statt Secretary). Der Tippfehler wurde später berichtigt.
Am Dienstag reiste der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, stilvoll nach London – in der Ersten Klasse.
Bloodworth und Moloney erhielten ihre Sachen zwar zurück, doch nicht ohne eine nächtliche Odyssee. Die verschwundenen Taschen zwangen sie zu einer improvisierten Übernachtung und einem unangenehmen Arbeitsweg. Die SpaceX-Bewertungsverwechslung und die politischen Versprecher erinnerten derweil daran, dass selbst Profis mal danebenliegen. Alle Vorfälle klärten sich – wenn auch nicht ohne peinliche Momente.






