Chaos und Gewalt beim BVB-Spiel: 16 Festnahmen und 152 Stadionverbote
Martina SieringChaos und Gewalt beim BVB-Spiel: 16 Festnahmen und 152 Stadionverbote
Ausschreitungen und Chaos überschatten Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV
Am 21. März 2026 wurde das Bundesliga-Duell zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV von Gewalt und Unruhen überschattet. Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Vorfälle abseits des Platzes für Festnahmen, Ermittlungen und Stadionverbote im Nachgang.
Bereits vor Anpfiff kam es im Dortmunder Stadtzentrum zu zwei Raubüberfällen, bei denen mutmaßlich BVB-Anhänger Fans des Hamburger SV ins Visier genommen haben sollen.
Während der Partie zündeten Unbekannte im Stadioninneren Pyrotechnik. Nach dem Schlusspfiff umstellten etwa 300 Dortmunder Fans die Mannschaftsbusse des HSV. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen, die ein Polizeieinsatz unter Kontrolle brachte.
Die Behörden nahmen daraufhin 16 Verdächtige vorläufig fest. Gegen keine der Personen wurde bisher Anklage erhoben oder ein Urteil wegen der gewaltsamen Blockade von HSV-Anhängern gefällt. Dennoch leitete die Polizei 34 strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen Diebstahls, Raubs, Körperverletzung und Verstößen gegen die öffentliche Ordnung. Zudem verhängte der Verein gegen 152 Personen Stadionverbote als Konsequenz der Ausschreitungen.
Die Vorfälle lösten eine umfassende Polizeireaktion aus. Die Ermittlungen zu den 34 Einzeldelikten laufen noch. Gleichzeitig müssen sich 152 Personen künftig von Spielen im Signal Iduna Park fernhalten.






