02 January 2026, 10:48

Live-Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Ein Stück Industriegeschichte fällt

Eine Szene mit Backsteinhäusern, Rohren, einem blauen Tor, einer Leiter, Fahrrädern, einem roten Auto und Bäumen im Hintergrund.

Live-Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Ein Stück Industriegeschichte fällt

Kraftwerk Ibbenbüren: Großsprengung am 22. Februar 2024 – WDR überträgt live

Am 22. Februar 2024 steht im Kraftwerk Ibbenbüren eine großangelegte kontrollierte Sprengung an. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) wird das Ereignis live übertragen – wie bereits bei der Sprengung des Kesselhauses und des Kühlturms im April 2025. Trotz Verzögerungen geht das Vorhaben nun mit sorgfältiger Planung in die nächste Phase.

Die Vorbereitungen für den Abriss laufen seit 2023 unter der Leitung des Unternehmens Hagedorn. Die Aktion musste mehrfach verschoben werden, um alle Sicherheitsvorkehrungen vollständig zu gewährleisten. Der Beton des Kühlturms wird wiederverwendet, um ein Aufprallbett für den Sturz des Schornsteins zu schaffen.

Bei der anstehenden Sprengung werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen abgerissen. Das anfallende Schrottmetall wird eingeschmolzen und recycelt, um Abfall zu reduzieren. Nach Abschluss der Abrissarbeiten bis Juni 2026 übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Gelände. Geplant ist der Bau eines Umrichters, der Windenergie für die zukünftige Stromnutzung umwandeln soll.

Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt bei der Umnutzung des Standorts Ibbenbüren. Mit dem anschließenden Umrichterprojekt von Amprion wird die Integration erneuerbarer Energien ins Netz vorangetrieben. Das Vorhaben spiegelt die laufenden Bestrebungen wider, von konventionellen Kraftwerken zu einer nachhaltigen Infrastruktur überzugehen.