10 May 2026, 10:18

Marderhunde überrennen Münster: 70 Tiere getötet – doch die Plage wächst weiter

Schwarzes und weißes Foto eines Waschbären auf dem Cover einer zoologischen Gesellschaftszeitschrift mit Text.

Marderhunde überrennen Münster: 70 Tiere getötet – doch die Plage wächst weiter

Marderhunde breiten sich rasant in Münster und der Heidekreis-Region aus

Seit April wurden in der Stadt über 70 dieser invasiven Tiere getötet – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Experten warnen, dass die wachsende Population ernsthafte Probleme für die heimische Tierwelt und Anwohner gleichermaßen verursacht.

Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Marderhund hat sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zu einem großen Problem entwickelt. Allein in Münster wurden seit Beginn der Jagdzeit am 1. April mehr als 70 Tiere erlegt. Im vergangenen Jahr gab es in der Stadt keine getöteten Marderhunde, 2020 waren es noch 26.

Lokale Jagdbehörden beschreiben die Lage als außer Kontrolle. Thomas Brammer, der Kreisjagdmeister, erklärte, dass sich die Ausbreitung in der Heidekreis-Region so stark beschleunigt habe, dass örtliche Maßnahmen nicht mehr ausreichten. Peter Westermann, Vorsitzender des Jagdverbandes, teilt diese Sorge und fordert dringend strengere Maßnahmen zur Eindämmung der invasiven Art.

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Die Tiere stellen eine direkte Bedrohung für die heimische Fauna dar. Sie übernehmen Nester von Vögeln, Eichhörnchen und anderen Arten und stören so das ökologische Gleichgewicht. Westermann wies zudem auf das Risiko durch menschliches Verhalten hin, etwa das Füttern wildlebender Tiere, das Marderhunde dazu ermutigt, in Häuser, Dachböden und Nebengebäude einzudringen. Dies kann zu Sachschäden und Nachbarschaftskonflikten führen – zwischen denen, die die Tiere füttern, und denen, die unter den Folgen leiden.

Angesichts des starken Anstiegs der Marderhund-Population sehen sich die Behörden zum Handeln gezwungen. Mit über 70 erlegten Tieren in Münster seit April betonen die Verantwortlichen die Notwendigkeit besserer Kontrollmaßnahmen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, wildlebende Tiere nicht zu füttern, um eine weitere Ausbreitung und Schäden zu verhindern.

Quelle