Mordfall am Bodensee: Leiche nach fünf Jahren in Marienschlucht entdeckt
Egbert PeukertUrteil im Fall der Tötung eines 51-Jährigen auf der Halbinsel Höri am Bodensee Endgültig - Mordfall am Bodensee: Leiche nach fünf Jahren in Marienschlucht entdeckt
Ein Mordprozess hat schockierende Details über die Tötung eines 51-jährigen Mannes im Jahr 2019 auf der Halbinsel Höri am Bodensee ans Licht gebracht. Die Leiche des Opfers blieb jahrelang versteckt, bis sie im März 2024 gefunden wurde – erst nachdem die Aussagen des Angeklagten die Ermittler zum Fundort führten. Der nun in Untersuchungshaft befindliche Tatverdächtige wurde im Juni 2024 in Kleve, Nordrhein-Westfalen, festgenommen.
Die Tat ereignete sich im Juni 2019, als der Angeklagte das Opfer mit wiederholten schweren Schlägen attackierte und dabei Ringe einsetzte, um schwere Verletzungen zuzufügen. Der Angriff verursachte massive innere und äußere Blutungen, an denen der Mann zwei Tage später starb. Nach der Tat entsorgte der Verdächtige die Leiche, die fast fünf Jahre lang unentdeckt blieb.
Das Opfer war zunächst als vermisst gemeldet worden, ohne dass sich eine Spur zu seinem Verbleib ergab. Seine Leiche wurde schließlich am Freitag, dem 13. März 2024, treibend im Wasser in der Nähe der Marienschlucht gefunden – etwa 300 bis 400 Meter von Wallhausen entfernt. Rettungstaucher der DLRG Bodman-Ludwigsafen bargen die sterblichen Überreste, die über einen langen Zeitraum unter Wasser gelegen hatten.
Die Ermittler gehen von Raub als Tatmotiv aus. Der Angeklagte soll das Opfer gezielt wegen Geld und Wertsachen angegriffen und anschließend getötet haben.
Der Fall nahm eine entscheidende Wende, als die Gerichtsaussagen des Angeklagten schließlich den Fundort der Leiche preisgaben. Mit dem nun in Haft befindlichen Tatverdächtigen setzt sich der Prozess fort, um die genauen Umstände der Tat aufzuklären. Die Auffindung der sterblichen Überreste brachte nach Jahren der Ungewissheit Klarheit in einen bis dahin ungelösten Fall.






