26 March 2026, 06:24

NRW-Städte suchen nach mutigen Lösungen für die Innenstädte der Zukunft

Stadtstraße mit fahrenden Fahrzeugen, eine Fußgängerbrücke mit Menschen, Strommasten mit Drähten, Gebäude mit Fenstern und ein bewölkter Himmel.

NRW-Städte suchen nach mutigen Lösungen für die Innenstädte der Zukunft

Rund 30 Stadtplaner:innen und Vertreter:innen aus etwa 20 Städten Nordrhein-Westfalens trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft der Innenstädte zu diskutieren. Die Veranstaltung in der Gläsernen Werkstatt stand im Zeichen einer Neuausrichtung von Fußgängerzonen und der Belebung urbaner Räume. Fachleute betonten, dass veraltete, auf den Einzelhandel ausgerichtete Konzepte den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Organisiert wurde der Austausch vom NRW-Netzwerk Stadtentwicklung, einem einzigartigen Bündnis von rund 160 Kommunen in der Region. Das Netzwerk fördert den Wissensaustausch und die gemeinsame Lösung von Herausforderungen – unabhängig von der Größe der Städte. Solingens eigene Strategie "Stadt 2030" diente dabei als zentraler Diskussionsimpuls.

Die Teilnehmenden waren sich einig: Um Innenstädte neu zu beleben, braucht es mutige Ideen und langfristiges Engagement. Traditionelle Fußgängerzonen, die vor allem dem Einkaufsverkehr dienen, wurden als unzureichend kritisiert. Stattdessen plädierten Expert:innen für gemischte Nutzungsformen, die Wohnraum, Grünflächen und kulturelle Angebote verbinden – um sowohl Anwohner:innen als auch Besucher:innen anzuziehen.

Auch neue Mobilitätslösungen, wie die Öffnung von Fußgängerbereichen für Radfahrer:innen, wurden als entscheidend für die Stadterneuerung hervorgehoben. Als Vorbild galt dabei Emsdetten, das bereits erfolgreich innovative Ansätze umgesetzt hat. Andreas Budde, Solingens stellvertretender Bürgermeister, unterstrich den Wert der Zusammenarbeit zwischen Städten, um Lösungen zu teilen.

Die Arbeitsgruppe Innenstadt, Teil des NRW-Netzwerks, spielte eine zentrale Rolle bei der Vermittlung des Austauschs. Während die genaue Mitgliederzahl des Netzwerks unklar bleibt, zählen ähnliche Initiativen wie DEFUS Anfang 2025 bereits 21 Städte und drei Organisationen zu ihren Reihen.

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Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Fazit: Die Transformation von Innenstädten erfordert Kreativität, Kooperation und die Bereitschaft, alte Muster zu durchbrechen. Solingens Ansatz sowie die Erfolge Emsdettens könnten in den kommenden Jahren maßgeblich prägen, wie andere NRW-Städte ihre urbanen Räume neu gestalten.

Quelle